Querschnittsaktivität Wissenstransfer

Magali Hauser/KIT
Bürgerdialog „Wenn Wissenschaft auf Krisen trifft“
Das Team des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)
Das Team des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)
Cover TATuP 3 / 2023 “Technologie-Hype: Der Umgang mit überzogenen Erwartungen und Versprechungen”
Die vom ITAS herausgegebene Zeitschrift TATuP
Mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitetes Exponat zum künftigen Alltag mit Robotern
Mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitetes Exponat zum künftigen Alltag mit Robotern

Einen lebendigen und für alle Seiten gewinnbringenden Wissensaustausch zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft zu ermöglichen, ist eine zentrale Aufgabe der Technikfolgenabschätzung (TA). Forschende tragen dazu bei, Debatten zu versachlichen und auf Herausforderungen sowie Chancen und Risiken wissenschaftlicher Entwicklungen aufmerksam zu machen.

In Zeiten von Desinformation, Wissenschaftsskepsis und komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen wird die Frage, wie Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommen, immer drängender. Das ITAS nimmt diese Herausforderung seit über drei Jahrzehnten an – mit Formaten, die sich kontinuierlich weiterentwickeln.

Ziel ist es einerseits, die Wissenschaftsmündigkeit von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken und sie – bzw. ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter – in die Lage zu versetzen, Entscheidungen auf Basis der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu treffen. Andererseits geht es darum, technologische Innovation verantwortlich zu gestalten, indem Wissen und Erfahrungen der Betroffenen berücksichtigt werden.

Unsere Forschung zeigt, dass die Bewertung von Technikfolgen möglichst vielfältige Perspektiven benötigt. Wissenstransfer ist für uns daher ein Lernprozess, in dem wissenschaftliches Wissen mit gesellschaftlichen Erfahrungen, Alltagswissen und politischen Rahmenbedingungen in Beziehung gesetzt wird. Seit Langem beziehen wir in unsere Untersuchungen nicht nur Forschende verschiedener Disziplinen ein, sondern auch Bürgerinnen und Bürger sowie Stakeholder aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. ITAS-Forschende entwickeln hierfür spezifische integrative Forschungsansätze und partizipative Formate und wenden diese in unterschiedlichen thematischen Kontexten an. Die Ergebnisse fließen wiederum in die Politik- und Gesellschaftsberatung sowie in den wissenschaftlichen Diskurs ein.

Unser Verständnis von Wissenstransfer haben wir 2024 im Wissenschaftsmanagement konkretisiert (Albiez et al. 2024). Es basiert auf den Prinzipien der Dialogorientierung, Perspektivenvielfalt und gesellschaftlichen Relevanz. Die Ergebnisse fließen zurück in die Politik- und Gesellschaftsberatung sowie in den wissenschaftlichen Diskurs.

Wissenstransfer am ITAS: Von der Forschung in die Gesellschaft und zurück

Die Spanne unserer Aktivitäten reicht von der Reallaborforschung vor Ort über themenspezifische Bürgerdialoge und die Politikberatung auf nationaler und europäischer Ebene bis hin zu Citizen-Science-Projekten, innovativen Ausstellungsformaten und institutseigenen Publikationen.

Wissenstransfer ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Mit neuen Formaten wie SPARK und der Internationalisierung von openTA gestalten wir die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft aktiv weiter im Dialog mit allen, die von technologischem Wandel betroffen sind oder ihn mitgestalten wollen.

Bürgerdialoge:
Politikberatung:
Wissenschaftskommunikation und Publikationsaktivitäten:
Neue Formen des Wissenstransfers:

Aktuelle Aktivitäten

PaFo Website
Beteiligung verstehen: ITAS startet neue Website

Wie bewegen wir uns in der Stadt? Wie leben wir zusammen? Wie schützen wir die Umwelt? Bei immer mehr Fragen nutzen Forschende die Expertise von Bürgerinnen und Bürgern. Zur Wirkung dieser Beteiligung hat das Projekt PaFo jetzt ein Webangebot gestartet.

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OpenTA Relaunch
Neustart für TA-Portal

Seit über zehn Jahren ist openTA die Informationsplattform der deutschsprachigen TA-Community. Optisch runderneuert, um zusätzliche Angebote und eine englische Fassung ergänzt, richtet sie sich nun auch an Forschung, Politik und TA-Interessierte weltweit.

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Kontakt

Constanze Scherz, Dipl.-Soz.
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26814
E-Mail