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Energietransformation im Dialog – Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum

Energietransformation im Dialog – Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum
Projektteam:

Stelzer, Volker (Ko-Projektleitung); Marius Albiez (Ko-Projektleitung); Richard Beecroft; Andreas Seebacher; Lea Herfs (Projektassistenz)

Förderung:

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Starttermin:

2018

Endtermin:

2020

Projektpartner:

KIT-GER, KIT-SEK, KIT-ZAK, KIT-ZE

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Die „Energiewende“ genannte Integration der Sektoren Elektrizität, Wärme und Mobilität in ein übergreifendes, von erneuerbaren Energieträgern gespeistes Netz mit zentralen wie dezentralen Strukturelementen ist eine enorme gesellschaftliche Herausforderung. Die großmaßstäbliche Errichtung etwa von Windkraft- und Biomasse-Anlagen, der raumverändernde Ausbau der Energienetze, aber auch Faktoren wie sich ändernde Nutzungsbedingungen und Preisgefüge betreffen Bürger und Verbraucher unmittelbar.

Grundgedanke des jetzt gestarteten Projekts „Energietransformation im Dialog“ ist es, dass ein tiefgreifender Einschnitt in die Lebens- und Wirtschaftsweise einer Gesellschaft, wie eine Energiewende ihn darstellt, auf Dauer nur gelingen kann, wenn er mit einem guten Informationsstand der Betroffenen und mit realen Möglichkeiten der Teilhabe einhergeht. Das Projekt soll zu einer gesamtgesellschaftlichen Verständigung über die Energiewende beitragen – indem Informationen aufgearbeitet und bereitgestellt, Beratungs- und Weiterbildungsangebote gemacht und ganz unterschiedliche Akteure aus Forschung und Gesellschaft zusammengebracht werden.

Zu diesem Zweck bereiten am ITAS tätige Expertinnen und Experten für Transdisziplinarität Wissenstransfer- und Beteiligungsformate vor. Mit unterschiedlicher Beteiligungsintensität und Reichweite richten sich diese Formate sowohl an die breite Öffentlichkeit als auch an spezifische Akteursgruppen wie z. B. Energiewirtschaft, Industrie, Zivilgesellschaft und Verbraucherverbände, aber auch Lehrer, Energieberater, Studierende und sog. Early Adopters. Im Einzelnen vorgesehen sind:

  • Informations- und Erklärvideos,
  • eine Tour „Nachhaltige Energie“,
  • Energie-Szenario-Workshops,
  • transdisziplinäre Projektseminare,
  • Bürgerforen sowie
  • Realexperimente.

Bei all diesen Maßnahmen ist entscheidend, dass der Dialog über die Energiewende, wie er in dem Projekt gestartet beziehungsweise intensiviert wird, keine Einbahnstraße ist. Es geht, darum, Wissen zu vermitteln und Lernprozesse anzustoßen, aber auch darum, Impulse aus der Gesellschaft in die Forschung zurückzuspielen und dort fruchtbar zu machen. Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse wird hierbei seine Erfahrungen, Kompetenzen und Strukturen im Zusammenhang der beiden international anerkannten, in Karlsruhe betriebenen Reallabore „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ und „Reallabor 131 – KIT findet Stadt“ nutzen.

Zur Verstetigung und Institutionalisierung des Projekts „Energietransformation im Dialog“ und weiterer Aktivitäten des bidirektionalen Wissenstransfers baut das KIT das „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ (KAT) auf. Dieses soll ab 2020 als eigenständige Einrichtung Infrastruktur und Kompetenzen für die Durchführung von Wissensdialogen, Weiterbildung und Beratung sowie für Forschung, Lehre und Innovationen zur Nachhaltigkeitstransformation bereithalten. Partner des Vorhabens sind unter anderem die Stadt Karlsruhe, die Stadtwerke Karlsruhe sowie die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur. Gemeinsam mit ihnen streben KIT und Helmholtz-Gemeinschaft an, mit dem KAT eines der weltweit ersten auf Dauer gestellten Reallabore – und damit einen Leuchtturm der Nachhaltigkeitstransformation – zu realisieren.

Publikationen

Kontakt

Dr. Volker Stelzer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-23474
E-Mail