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Global zukunftsfähige Entwicklung - Perspektiven für Deutschland

Global zukunftsfähige Entwicklung - Perspektiven für Deutschland
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektleitung); Volker Brandl; Reinhard Coenen (Koordinator); Torsten Fleischer; Maren Heincke; Juliane Jörissen; Sigrid Klein-Vielhauer; Jürgen Kopfmüller; Eckhard Leßmann; Christine Rösch; Gerhard Sardemann; Volkhard Schulz; Volker Stelzer

Förderung:

HGF-Strategiefondsprojekt

Starttermin:

1999

Endtermin:

2003

Projektpartner:

Forschungszentrum Jülich (FZJ); Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR); GMD-Forschungszentrum Informationstechnik; Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ); Münchner Projektgruppe für Sozialforschung

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Vorrangiges Ziel des Projekts ist die Konkretisierung des Leitbilds einer nachhaltigen Entwicklung für Deutschland. Es werden Qualitäts- und Handlungsziele für ausgewählte Indikatoren formuliert, die den Ausgangspunkt für die Entwicklung und Analyse von Handlungsoptionen auf nationaler Ebene sowie für einzelne Aktivitätsfelder (z. B. Bauen und Wohnen, Mobilität) bilden. Des Weiteren sollen Kriterien für eine am Nachhaltigkeitsleitbild orientierte Prioritätensetzung für die künftige Forschungs- und Technologiepolitik erarbeitet werden.

Neben der integrativen Betrachtung der ökologischen, ökonomischen, sozialen und institutionell-politischen Dimension von Nachhaltigkeit besteht ein konzeptionelles Kernelement des Vorhabens darin, die verschiedenen durch technologische und gesellschaftliche Innovationen erreichbaren Effizienz- und Konsistenzsteigerungspotentiale zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen hinsichtlich Effektivität, Folgewirkungen und Realisierungsbedingungen zu analysieren und zu bewerten.

Das Projekt gliedert sich in drei Analyse-Ebenen, die in enger Wechselbeziehung zueinander bearbeitet werden:

  • Die nationale Ebene
    Ausgangspunkt ist hier ein im Rahmen einer Vorstudie erarbeiteter Satz von Nachhaltigkeitsregeln, die, übergreifend zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen, auf dem Postulat der globalen Gerechtigkeit basieren. Zu deren Operationalisierung werden geeignete Indikatoren ausgewählt, für die Qualitäts- und Handlungsziele formuliert werden. Hierzu wird ergänzend ein problemorientiertes Vorgehen angewendet, das die gesellschaftlich relevanten Problemfelder berücksichtigt und so als ein die Analysekomplexität reduzierender "Filter" fungiert. Ziel der hier stattfindenden Arbeiten ist zum einen die Schaffung einer orientierenden Referenzebene für die auf Aktivitätsfelder und Regionen bezogenen Analysen, zum anderen die Integration dieser Analysen.
  • Die Ebene der Aktivitätsfelder und regionaler Analysen
    Mit der Strukturierung nach Aktivitätsfeldern ist beabsichtigt, die wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten erfassen und analysieren zu können. Ziel der Betrachtungen der einzelnen Aktivitätsfelder ist zunächst die Identifizierung und Analyse bestehender Probleme bzw. Nachhaltigkeitsdefizite anhand der auf der nationalen Ebene festgelegten Indikatoren, ergänzt um bedeutsame aktivitätsfeldspezifische Indikatoren. Hierfür werden dann, im Abgleich mit der nationalen Ebene, Ziel- bzw. Richtungsvorgaben formuliert. Vor diesem Hintergrund sollen spezifische Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienzpotentiale abgeschätzt sowie verschiedene Optionen für Maßnahmen und Instrumente auf ihre Wirksamkeit für die Erreichung der Ziele und auf ihre Implementationsbedingungen hin untersucht werden. Hieraus sollen schließlich aktivitätsfeldspezifische Teilstrategien entwickelt, in ihren Wechselwirkungen zu anderen Aktivitätsfeldern analysiert und - wiederum auf der nationalen Ebene - zu einer Gesamtstrategie integriert werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, die Spezifika (Möglichkeiten, Grenzen, Erfordernisse, Nutzungskonflikte usw.) bei der Umsetzung des integrativen Konzepts nachhaltiger Entwicklung auf regionaler Ebene exemplarisch zu untersuchen.
  • Die Ebene von Querschnittsaufgaben
    Eine Aufgabe besteht hier in der Erarbeitung eines konsistenten Datensatzes für Deutschland. Grundlage hierfür ist der Aktivitätsfelderansatz, mit dem ein Konzept entwickelt wird, das die Erfassung und Analyse der relevanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten und deren Verknüpfung mit technologischen Faktoren bzw. Entwicklungen ermöglicht. Auf der Basis dieses Datensatzes sollen die Wechselbeziehungen zwischen technologischen und sozio-ökonomischen Kenngrößen, vorhandene Nachhaltigkeitsdefizite, Bezüge zu festgelegten Nachhaltigkeitszielen sowie die Auswirkungen bestimmter Handlungsstrategien auf diese Größen erfasst und analysiert werden. Herangezogen werden hierfür Daten der umweltökonomischen Gesamtrechnung sowie der Input-Output-Tabellen aus der amtlichen Statistik. Schließlich sollen unterschiedliche Handlungsoptionen bzw. Szenarien u. a. mit Hilfe eines umweltökonomischen Gesamtsimulationsmodells analysiert und bewertet werden. Die Feinjustierung dieses und anderer verwendeter Modelle, deren Anpassung an die spezifischen Vorhabenszwecke, ihre nutzungsfreundliche Gestaltung, das "Management" der vielfältigen Daten sowie die graphische Umsetzung von Untersuchungsergebnissen sind ebenfalls diesem Aufgabenbereich zuzuordnen. Eine weitere Querschnittsaufgabe besteht in der Abschätzung der Potentiale schon vorhandener sowie neuer aktivitätsfelder-übergreifender Schlüsseltechnologien zur Erreichung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung in den Aktivitätsfeldern sowie in der Analyse der Folgewirkungen und Realisierungsbedingungen ihres Einsatzes. Einer vertiefenden Betrachtung werden insbesondere Energietechnologien, Bio- und Gentechnologien ("life sciences"), Informations- und Kommunikationstechnologien, Mikro- und Nanotechnologien sowie neue Materialien unterzogen. Diskussionsprozesse in Form von Panels, bestehend aus Wissenschafts- und Technikexperten sowie aktivitätsfeldspezifischen gesellschaftlichen Akteuren, werden hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Dokumente

Folgende Dokumente können Sie als PDF herunterladen:
Projektbeschreibung

Zwischenbericht 2001: Global zukunftsfähige Entwicklung - Perspektiven für Deutschland

Zwischenbericht 2000: Global zukunftsfähige Entwicklung - Perspektiven für Deutschland

J. Kopfmüller, R. Coenen, J. Jörissen, O. Langniß, J. Nitsch: Beantwortung des Fragenkatalogs der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung" anläßlich der Anhörung am 19.9.2000 in Berlin zum Thema "Konkretisierung und Operationalisierung des Leitbilds Nachhaltige Entwicklung für das Aktivitätsfeld Energie"

Abschlussbericht zur Vorstudie "Untersuchung zu einem integrativen Konzept nachhaltiger Entwicklung: Bestandsaufnahme, Problemanalyse, Weiterentwicklung": Überblick über den Abschlussbericht

Arbeitspakete 1 bis 6:

Synopse zur Umsetzung des Leitbilds der Nachhaltigkeit in konzeptionellen Studien und nationalen Plänen
Umsetzung des Leitbilds auf unternehmerischer, regionaler und kommunaler Ebene
Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung
Nachhaltigkeitsindikatoren
Verursacherbezogene, konsistente Erfassung von Belastungsbeiträgen und Integration in ein gesamtwirtschaftliches Modell
Bestandsaufnahme zu Potentialen und Grenzen vorhandener Modelle

Materialienbände 2.A bis 2.F zu Arbeitspaket 2:
(A) Regionale Ökonomie als räumlicher Orientierungssatz für integrierte Nachhaltigkeit - Eine Bestandsaufnahme
(C) Zukunftsfähige Entwicklung in den deutschen Biosphärenreservaten
(D) Umsetzungen des Leitbildes Sustainable Development auf lokal-gesellschaftlicher Ebene
(E) Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung in deutschen Unternehmen
(F) Der Lokale Agenda 21-Prozeß in Deutschland: einige wirtschaftswissenschaftliche Anmerkungen

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Armin Grunwald
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22500
E-Mail