ISoTEc-Land: Integration sozio-technischer und ökologischer landgestützter Lösungen zur Minderung des Klimawandels im Nahrungsmittel- und Energiesystem

Projektbeschreibung

Schema des ISoTEc-Land-Konzepts der sozio-technischen und ökologischen Synergien
Schema des ISoTEc-Land-Konzepts der sozio-technischen und ökologischen Synergien

Das in diesem Projekt angewandte Konzept der sozio-technischen und ökologischen Synergien wird als integrierter Ansatz zur Entwicklung neuer Lösungen verwendet. In ISoTEc-Land (Integrated Socio-Techno-Ecological solutions on Land) wollen wir disziplinübergreifend und unter Einbeziehung von Wissen und Präferenzen außerhalb der Wissenschaft verstehen, wie viel Land für den Klimaschutz zur Verfügung gestellt werden könnte, ohne negative Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu haben. Das Ziel von ISoTEc-Land ist die Entwicklung eines sozio-technischen und ökologischen Landnutzungsmodells zur Analyse der Potenziale von Innovationen zur Erreichung der Klimaziele. Mit dem Modell soll die Frage beantwortet werden, wie das Nachhaltigkeitsziel Klimaschutz (über Kohlenstoffspeicherung und erneuerbare Energien) ohne negative Trade-offs zu anderen Zielen, insbesondere Ernährungssicherheit und Erhalt der Biodiversität erreicht werden kann. Der Fokus liegt dabei auf technischen Weiter- und Neuentwicklungen aus dem Bereich der Bioökonomie und der Energiewende zur Erzeugung erneuerbarer Solar- und Bioenergie und zur Freisetzung von Fläche durch Steigerung der Flächeneffizienz der Nahrungsmittelproduktion, wie beispielsweise die Agrophotovoltaik (Projektbeschreibung APV-RESOLA). Die Modellierung basiert auf der Weiterentwicklung und Verknüpfung bestehender flächenbasierter Modelle mit unterschiedlichen Funktionalitäten und räumlichen Ebenen. Anders als bei bestehenden Modellansätzen sollen in ISoTEc-Land bei der Modellierung gesellschaftliche Flächennutzungskonflikte, die im Spannungsfeld von Landwirtschaft, Energiewende, Erholung und Tourismus, Natur- und Landschaftsschutz etc. zu verorten sind, berücksichtigt werden.

Aufgabe der Forschung am ITAS ist, aufbauend auf einem bestehenden GIS-basierten Modell, die Entwicklung eines regionalen Landnutzungsmodells, das nicht allein auf biologisch-physikalischen und agrar-/infrastrukturellen Parametern und dem Wissen und den Visionen von Wissenschaftler*innen beruht, sondern politisch-administrative und soziale Settings und die Narrative der Flächennutzungen von Kommunen und Regionen berücksichtigt. Zur Parametrisierung dieser Aspekte werden Literatur- und Medienresonanzanalysen durchgeführt und bestehende Solarpark- und Bioenergieprojekte analysiert.

Kontakt

Dr. Christine Rösch
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22704
E-Mail