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NoWa – Normen im demographischen Wandel

NoWa – Normen im demographischen Wandel
Projektteam:

Krings, Bettina-Johanna (Projektleitung); Nora Weinberger

Förderung:

Bundesministerium für Gesundheit

Starttermin:

2017

Endtermin:

2019

Projektpartner:

Ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health; IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Projektbeschreibung

Steigende Lebenserwartung, fortschreitende Digitalisierung und eine zunehmende Vielfalt an Lebensentwürfen: Unsere Gesellschaft durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandlungsprozess, der das Gesundheitssystem vor neue inhaltliche und strukturelle Herausforderungen stellt.

Die durch Alterung, Technisierung und Diversität veränderten Rahmenbedingungen beeinflussen auch grundlegende normative Konzepte von Gesundheit und Krankheit, Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit sowie interkultureller und intergenerationeller Solidarität. Dies wiederum hat Folgen für die herrschenden normativen Vorstellungen, Regulierungen und Versorgungserwartungen.

Im Projekt NoWa wird das sich wandelnde Wertgefüge und die Normentwicklung in inter- und transdisziplinärer Forschung näher untersucht. In einem konzeptionell-normativ ausgerichteten Forschungsteil wird interdisziplinäres Wissen verknüpft, wobei unterschiedliche ethische Diskurstraditionen und weltanschauliche Begründungsmuster berücksichtigt werden. Ein kollaborativ-empirischer Teil fokussiert den transdisziplinären Austausch, um gemeinsam zukunftsfähige Handlungsempfehlungen und Orientierungshilfen zu erarbeiten.

Entwickelt wird so u.a. ein Modell zur Bestimmung der Konzepte von Gesundheit und Krankheit, Gerechtigkeit und Solidarität, das auf verschiedene gesellschaftswirkliche Kontexte Rücksicht nimmt. Aus der erarbeiteten Matrix entsteht sodann ein normativ fundierter Kriterienkatalog, mit dessen Hilfe die Gesundheitspolitik und die im Gesundheitswesen Tätigen die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung in einer sich demografisch wandelnden Gesellschaft analysieren, evaluieren gestalten können.

Die Hauptaufgabe von ITAS im Projekt besteht vor allem in der Durchführung eines Forums der Zukunft in Karlsruhe. In insgesamt fünf Foren der Zukunft in ganz Deutschland werden die Auswirkungen des sozialen Wandels differenziert und in einem inter- und transdisziplinären Dialog entlang der Dimensionen Alterung, Diversität und Technisierung für die normativen Konzepte von Gesundheit, Krankheit, Solidarität und Gerechtigkeit empirisch-qualitativ validiert. Zudem wirkt ITAS bei der Konzeption und Umsetzung des abschließenden Zukunftsgipfels mit. Bei diesem werden alle vorliegenden Arbeitsergebnisse aus den Forschungs- und Dialogelementen zusammengeführt und öffentlichkeitswirksam in einem größeren Rahmen durch alle Projektbeteiligten zur Diskussion gestellt. Insgesamt bringt ITAS in allen Prozessschritten Expertise zu relevanten „Brennpunkten“ und Wertkonflikten speziell vor dem Hintergrund des sozialen Wandels entlang der Dimensionen Alterung und Technisierung ein.

Kontakt

Dr. Bettina-Johanna Krings
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26347
E-Mail