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Borders, policies and algorithms-technologies of surveillance in the European Border Regime

Borders, policies and algorithms-technologies of surveillance in the European Border Regime
Projektteam:

Huber, Georg (Dissertation)

Starttermin:

2014

Endtermin:

2018

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Projektbeschreibung

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Rolle digitaler Überwachungstechnik im europäischen Grenzregime und die Transformation innerhalb des Grenzregimes die durch die Einführung digitaler Überwachungstechnologie hervorgerufen wird. Das Ziel des Projektes ist es nicht nur die konkreten Anwendungen sondern auch die politischen Funktionen dieser Technologien im europäischen Grenzregime zu untersuchen. Des Weiteren soll die Ursache des massiven Ausbaus der Nutzung von (überwiegend digitaler) Überwachungstechnologie im europäischen Grenzregime erforscht werden. Dies bedeutet die expliziten und impliziten Ziele diesbezüglicher Technologiepolitik und der Technologien welche sie implementieren zu analysieren. Es bedeutet auch die politische, strukturierende Wirksamkeit (agency) von Technologie ernst zu nehmen. Politische Strategien (policies) der Ausweitung der Anwendung überwiegend digitaler Überwachungstechnologien werden im Rahmen breiter langfristiger politischer Strategien analysiert. Um die Rolle von Grenzüberwachungstechnologie im europäischen Grenzregime zu analysieren werden diese analytische in das europäische Grenzregime, sein Rechtsregime, seine technologische Phänomenologie und Geschichte eingebettet. Als Fallstudien dienen das bereits implementierte Multi- Plattform Überwachungssystem Eurosur sowie das geplante Einreise-Ausreise- System. In beiden Fällen werde ich eine durch qualitative empirische Datenanalyse (Interviews) unterstützte policy-Analyse vornehmen. In der Analyse werden ihre politische Funktion und ihre technischen Eigenschaften (z.B. der Nutzen von Big Data Anwendungen, Scoring oder Sorting sofern anwendbar) miteinander verknüpft.

Die Frage nach Machtstrukturen und Machtverhältnissen wird sich wie ein roter Faden durch die Arbeit ziehen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Machtverhältnisse im Policy Prozess sowie solche die in Technologien eingeschrieben und implementiert sind. Mein theoretisches Methodenset bezieht auf die Machstrukturen –Forschung wie sie von G.W. Domhoff praktiziert wird um Machtstrukturen und Machtbeziehungen zu analysieren sowie die Arbeiten von M. Foucault bezüglich der theoretischen Aspekte der Überwachung und der Biopolitik. Mein Dissertationsprojekt ist im Feld der Surveillance Studies im Schnittpunkt mit Technologiefolgenabschätzung, Politikwissenschaft, European Studies und Migration Studies angesiedelt.

Administrative Daten

Referent: Prof. Dr. Armin Grunwald
Ko-Referent: PD Dr. phil. Stefan Böschen
Doktoranden bei ITAS: siehe Promovieren am ITAS

Kontakt

Georg Huber, M.A., LL.M.
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe