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Wissens- und Technologietransfer in der Materialforschung – Merkmale und Bedingungen für erfolgreiche Produktinnovation (InnoMat)

Wissens- und Technologietransfer in der Materialforschung – Merkmale und Bedingungen für erfolgreiche Produktinnovation (InnoMat)
Projektteam:

Bräutigam, Klaus-Rainer (Projektleitung); Matthias Achternbosch; Torsten Fleischer; Peter Hocke-Bergler; Anna Schleisiek

Förderung:

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Starttermin:

2006

Endtermin:

2008

Projektpartner:

ITAS (Projektkoordinator);
Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer;
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe;
Forschungsstelle Internationales Management und Innovation der Universität Stuttgart-Hohenheim

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Beschreibung des Projekts

Ziel des von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds geförderten Projekts „InnoMat“ ist die exemplarische Analyse der Funktionsweise von Wissens- und Technologietransfers aus dem Bereich der Materialforschung in staatlich finanzierten Forschungseinrichtungen in die industrielle Anwendung. Darüber hinaus sollen die kontextspezifischen Optimierungspotentiale dieses Transfers herausgearbeitet sowie die Chancen und Risiken unterschiedlicher Transfermuster anhand ausgewählter Transferprojekte diskutiert werden.

Das Transferhandeln wird an neun konkreten Beispielen (den so genannten Transferprojekten) aus dem Bereich der Materialforschung empirisch untersucht. Diese neun Projekte sind in drei unterschiedliche institutionelle Kontexte eingebunden: die Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die Fraunhofer Gesellschaft und Technische Universitäten.

Mit dem Projekt wird einerseits der aktuelle Kenntnisstand im Bereich Innovationsforschung und Wissenstransfer auf den Bereich Materialforschung in staatlich geförderten Forschungseinrichtungen angewandt und erweitert. Auf der anderen Seite können die Transferprojekte unmittelbar von den Arbeiten profitieren und den Prozess ihres Transfers gegebenenfalls optimieren. Darüber hinaus wird die Analyse des Bereichs Materialforschung wertvolle Hinweise auf zukünftige Themenschwerpunkte innerhalb der HGF liefern. Durch die Berücksichtigung von Materialforschungsprojekten auch aus dem Bereich Nanotechnologie ist darüber hinaus eine Verknüpfung und auch Zusammenarbeit mit dem integrativen Projekt „Nanohealth“ gegeben.

Aus methodischer Sicht werden in diesem Projekt in einem dialogischen Forschungsprozess systemanalytische Fragestellungen mit etablierten sozialwissenschaftlichen Erhebungsmethoden kombiniert.

Die Projektleitung liegt bei ITAS. Die Aufgaben von ITAS liegen bei der Entwicklung des theoretisch-konzeptionellen Rahmens, der empirischen Analyse des Transferhandelns, der Einbindung der Forschungspartner sowie der Organisation der Workshops mit den Materialforschungsprojekten. Unterstützt werden diese Arbeiten durch Lambert Feher vom Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik (IHM) des Forschungszentrums Karlsruhe - einem Institut, an dem gleichzeitig mit dem Projekt „Optimierte industrielle Fertigung von Faserverbundstrukturen mit modularer innovativer Mikrowellentechnik“ ein zu untersuchendes Transferprojekt durchgeführt wird.

Das Projekt InnoMat wird in Kooperation mit folgenden Forschungspartnern durchgeführt:

  • Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (Hans-Willy Hohn) wird eine vergleichende Analyse der drei Typen von staatlichen geförderten Forschungseinrichtungen durchführen. Hierdurch sollen die Vor- und Nachteile typischer Kontextstrukturen der einzelnen Einrichtungen in Bezug auf den Wissenstransfer im Bereich der Materialforschung herausgearbeitet werden.
  • Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe (Joachim Hemer) wird für die konkreten Transferobjekte Kenngrößen für den erwartbaren Markterfolg herausarbeiten.
  • Die Forschungsstelle Internationales Management und Innovation der Universität Stuttgart-Hohenheim (Alexander Gerybadze, Christopher Gresse) wird die konkreten Transferprojekte aus der Anwenderperspektive analysieren.

Untersucht wird das Transferhandeln am Beispiel von folgenden Projekten aus dem Bereich der Materialforschung:

Projekt „Optimierte industrielle Fertigung von Faserverbundstrukturen mit modularer innovativer Mikrowellentechnik“
       Dr.-Ing. Lambert Feher, Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik, Karlsruhe
 
Projekt „Herstellung von keramischen Faserverbundwerkstoffen zur Anwendung als Reibbeläge für Hochleistungsaufzüge“
       Dipl.-Ing. Bernhard Heidenreich, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart, Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung
 
Projekt „Entwicklung von metallischen Interkonnektorwerkstoffen sowie von Keramiken für Hochtemperatur-Brennstoffzellen“
       Dr. Norbert Menzler, Forschungszentrum Jülich, Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik 1 (IWV1),
Dr. W.J. Quadakkers, Forschungszentrum Jülich, Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik 2 (IWV2),
Dr. M.J. Wilms, Forschungszentrum Jülich, Technologie-Transfer-Buro (TTB)
 
Projekt „Entwicklung von Schäumen aus thermoplastischen Polymeren“
       Dr. Rudolf Emmerich, Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, Karlsruhe
 
Projekt „Entwicklung von Aktuator-Systemen auf der Basis von Kohlenstoff-Nano-Tubes“
       Dr. Karl-Heinz Haas, Fraunhofer Institut für Silicatforschung, Würzburg
 
Projekt „Nano-Keramiken“
       Dr. Michael Zins, Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Sinterwerkstoffe, Dresden
 
Projekt „Erschließung von Anwendungsfeldern für Materialien mit Formgedächtnis (NiTiNol) in der Medizin“
       Dipl.-Ing. Jan Stüve, Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen,
Dr. Michael Klöppels, 3T TextilTechnologieTransfer GmbH, Aachen
 
Projekt „Antimikrobielle Ausrüstung von Polymeren durch silberhaltige Füllstoffe“
       Prof. Dr. Helmut Münstedt, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Werkstoffwissenschaften Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe
 
Projekt „Strukturoptimierungsstrategien durch Kombination von Verfahren und Werkstoffen am Beispiel von Faserverbundwerkstoffen“
       Prof. Dr. Gerhard Ziegmann, Technische Universität Clausthal-Zellerfeld, Institut für Polymer -Werkstoff- und Kunststoff-Technik, Clausthal-Zellerfeld

Für Ende Juli 2006 ist ein zweitägiger Workshop gemeinsam mit den Forschungspartnern sowie den Verantwortlichen für die neun Transferprojekte geplant. Auf diesem Workshop werden die Ziele des Projekts den Verantwortlichen der Transferprojekte vorgestellt, die Forschungsarbeiten der neun Transferprojekte sowie der aktuelle Stand des jeweiligen Transferhandelns vorgestellt und das weitere Vorgehen abgestimmt.

Im Sommer und Herbst 2006 werden dann mit den einzelnen Transferprojekten Interviews durchgeführt. Durch eine Auswertung dieser Interviews soll u. a.

  • eine Charakterisierung des Transfergutes erfolgen,
  • das aktuelle kollektive Transferhandeln beschrieben und analysiert werden, sowie
  • der Einfluss der Kontextstrukturen der jeweiligen Forschungsorganisation auf das Transferhandeln in den einzelnen Projekten analysiert werden

Weitere Workshops sowie Interviews werden dann voraussichtlich Mitte 2007 sowie zu Beginn des Jahres 2008 stattfinden.

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Phys. Klaus-Rainer Bräutigam
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24873
E-Mail