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Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen (GrüneLunge)

Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen (GrüneLunge)
Projektteam:

Saha, Somidh (Projektleiter); Annika Fricke, Gerhard Sardemann, Volker Stelzer, Helena Trenks

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Starttermin:

2018

Endtermin:

2021

Projektpartner:

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Freiburg; Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung (ZMMF) des DWD, Freiburg; Stadt Karlsruhe (Gartenbauamt und Forstamt); Stadt Rheinstetten

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Bäume und städtische Wälder mildern die Belastung durch Hitze, filtern Luftverschmutzung und bieten vielfältige andere Ökosystemdienstleistungen. Sie werden oft als die „grüne Lunge“ der Stadt bezeichnet. Andererseits kann der Baumbestand durch die Auswirkungen des Klimawandels wie Trockenheit und Hitze, beeinträchtigt werden. Abgase des Autoverkehrs und anderer Quellen, sowie unmittelbare mechanische Beschädigung bewirken zusätzlichen Stress, der die Gesundheit und physiologische Aktivität der Pflanzen beeinflusst.

Die rasch zunehmende Urbanisierung durch wachsende Städte wie Karlsruhe stellt eine große Herausforderung für den Erhalt nachhaltiger Grünflächen und einer gesunden Pflanzenpopulation in der Stadt selbst und ihrer näheren Umgebung dar. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch die Bewohner, gesellschaftliche Organisationen und die städtische Verwaltung mit einzubeziehen und das Bewusstsein gegenüber der „grünen Lunge“ der Stadt zu schärfen. Es besteht dringender Bedarf an der Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Anpassungsplanung für einzelne Bäume in der Stadt und urbane Waldflächen.

In dem mit 1,41 Millionen Euro geförderten BMBF-Zukunftsstadt-Projekt sollen inter- und transdisziplinäre Ansätze Verwendung finden, um die ökologische, soziale und ökonomische Resilienz von Bäumen in Karlsruhe und in direkter Nachbarschaft, in Rheinstetten, zu untersuchen. An dem Verbundprojekt nehmen außer dem ITAS, das die Federführung innehat, als kommunale Partner die Städte Karlsruhe und Rheinstetten teil. Wissenschaftliche Partner sind die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg und der Deutsche Wetterdienst mit seinem ebenfalls in Freiburg beheimateten Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung (ZMMF).

Zur Bestimmung des Einflusses von Hitzewellen, Dürren und Luftverschmutzung auf die Vitalität der Bäume werden in Zusammenarbeit mit FVA dendroökologische und ökophysiologische Untersuchungen durchgeführt. Daneben soll das Potential der unterschiedlichen Baumarten und Forsttypen abgeschätzt werden, den Hitzestress in der Stadt abzumildern. Dazu werden vom ZMMF Messungen und Modellrechnungen durchgeführt. Auf der Basis der durch Messungen vor Ort gewonnenen und aus weiteren Datenquellen herangezogenen Daten werden die verschiedenen Ökosystemdienstleistungen der Bäume und städtischen Wälder bewertet und es werden Strategien entwickelt, Zielkonflikte („Trade offs“) zu verringern.

Transdisziplinäre Methoden finden im Reallabor „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ des KIT Anwendung, wobei es vor allem darum geht, wie es gelingen kann, die Öffentlichkeit für die Wichtigkeit einer grünen Stadt mit einer gesunden Pflanzenpopulation zu sensibilisieren.

Kontakt

Dr. rer. nat. Somidh Saha
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24644
E-Mail