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Zum Verhältnis von Technikethik und Gesellschaftstheorie

Zum Verhältnis von Technikethik und Gesellschaftstheorie
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektleitung); Gotthard Bechmann

Starttermin:

2000

Endtermin:

2001

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Beschreibung des Projekts

Die Ausgangshypothese dieses Projektes ist, dass das, was seit etwa 20 Jahren als Technikethik publiziert wird, gesellschaftstheoretisch unzureichend verankert ist. Ethische Konzepte unterstellen in der Regel einfach bestimmte gesellschaftliche "Realitäten" bzw. verwenden entsprechende Modellvorstellungen, ohne diese jedoch zu reflektieren und ohne sie mit den empirischen Befunden und Deutungsangeboten der Sozialwissenschaften abzugleichen. Am häufigsten findet man einen mehr oder weniger naiven Individualismus, der davon ausgeht, dass das Handeln einzelner ethisch reflektiert und entsprechend ausgerichtet werden müsste, um ethisch optimale Techniksteuerung oder Technikgestaltung zu erreichen.

Die Ziele der Analyse bestehen darin,

  • die Ausgangshypothese an einschlägigen Konzepten der Technikethik zu prüfen und ihre gesellschaftstheoretischen Unterstellungen zu rekonstruieren,
  • den Beziehungen zwischen Technik, Moral, Ethik, Soziologie und Gesellschaft unter historischer und gesellschaftstheoretischer Perspektive nachzugehen,
  • die Erzeugung gesellschaftlicher, die Technikentwicklung beeinflussender Normativität zu untersuchen und nach der Rolle der Ethik dabei zu fragen,
  • das Verhältnis von Ethik, Politik und Partizipation in der Bewältigung moralischer Fragen der Technik zu klären.

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Armin Grunwald
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22500
E-Mail