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Problemstoffe in Baustoffen

Problemstoffe in Baustoffen
Projektteam:

Jeske, Udo (Projektleitung); Markus Arendt; Rolf Möller; Wolfgang Linden (Inst. Für Baustofftechnologie FH Kiel)

Starttermin:

1997

Endtermin:

1999

Beschreibung des Projekts

Problemstoffe in Baustoffen, die in der Bau-, Nutzungs-, Recycling- oder Beseitigungsphase unter Umwelt- und Gesundheitsgesichtspunkten von Interesse sein können, sind Gegenstand des Projekts. Ziele der Arbeiten sind die Zuordnung der Problemstoffe zu Modell- bzw. Standard-Rezepturen, wie sie üblicherweise in Ökobilanzmodulen verwendet werden und die Schaffung einer systematischen Verbindung zur Produktionsstatistik.

Stoffe gelangen durch Entscheidungen von Personen und durch Tätigkeiten verschiedener Akteursgruppen in die Bereiche "Bauen" und "Wohnen". Neben der Behandlung des Lebensweges der Stoffe, vgl. Bild 1, gehört deshalb auch der Blick auf die Akteurskette zum Untersuchungskonzept.

Problemstoffunterscheidung entlang des Lebensweges der Bauprodukte

Bild 1: Problemstoffunterscheidung entlang des Lebensweges der Bauprodukte 

Beim "Bauen" müssen die Bauausführenden mit einer Vielzahl von Gefahrstoffen umgehen und sich vor Gesundheitsgefahren schützen. Werden emittierende Baustoffe in Gebäuden verwendet, so sind die späteren Raumnutzenden oder die Nachbarschaft diesen Emissionen möglicherweise ausgesetzt. Dabei ist zu bedenken, daß die Innenraumluft von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, die nicht alle baubedingt sind, sondern auch standort- und nutzungsbedingt sein können, vgl. Bild 2. Maßnahmen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren müssen sich an der Gesamtheit der die Raumluft belastenden Stoffe orientieren, was eine umfassende Deklaration der emittierten und imitierten Stoffmengen bei allen Produkten der Bereiche "Bauen und Wohnen" erfordert.

Für die Bearbeitung werden zunächst keine Eingrenzungen vorgenommen, die sich auf Anzahl und Menge der Problemstoffe, auf das Vorliegen alsVerbindungen oder Elemente oder auf das Gefahrenpotential beziehen. Es werden die Problemstoffe in Baustoffen benannt, von denen schädigende Wirkungen bekannt sind oder von denen solche vermutet bzw. befürchtet werden, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, ob tatsächlich Schäden hervorgerufen werden. Dazu gehören Problemstoffe, die in ordnungsrechtlichen Normen genannt werden, Problemstoffe in publizierten 'Giftlisten' oder Problemstoffe, für die gesellschaftliche Sensitivitäten bestehen. Eingrenzende Gesichtspunkte werden später hinzugefügt. Für Berechnungen interessieren solche Problemstoffe, für die Konzentrationsangaben in Produkten oder Emissionsraten vorliegen.

Innenraumbelastungen und ihre Quellen

Bild 2: Innenraumbelastungen und ihre Quellen

Die Problemstoffe werden unterschieden in: langfristig oder potentiell umweltwirksame Problemstoffe, innenraumbelastende Problemstoffe, gefährliche Arbeitsstoffe sowie im Brandfall/Störfall zu beachtende Problemstoffe in Baustoffen.

Kontakt

Dr. Ing. Udo Jeske
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22501 (ITAS-Sekretariat)