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Verkehr in Ballungsräumen: Optionen für eine effizientere und umweltverträglichere Gestaltung

Verkehr in Ballungsräumen: Optionen für eine effizientere und umweltverträglichere Gestaltung
Projektteam:

Halbritter, Günter (Projektleitung); Klaus-Rainer Bräutigam; Ekkehard Fulda; Daniela Georgiewa; Sigrid Klein-Vielhauer; Christel Kupsch

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Starttermin:

1998

Endtermin:

2000

Projektpartner:

Prof. Martin Einsele, Karlsruhe; DIW, Berlin; Universität Stuttgart, Institut für Straßen- und Verkehrswesen

 

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Untersuchungsgegenstand dieser Studie sind neue verkehrstechnische Konzepte im Ballungsraumverkehr unter besonderer Berücksichtigung der Informations- und Kommunikationstechniken (IuK-Techniken), auch Verkehrstelematik genannt. Neue Techniken und Dienste wurden im Rahmen von Fallstudienauswertungen in- und ausländischer Projekte sowie Simulationsrechnungen für die Bedingungen des Modellballungsraums München untersucht. Insbesondere die aus der Auswertung US-amerikanischer Projekte gewonnenen Erfahrungen weisen auf die erheblichen Effizienzpotenziale neuer Techniken und Dienste hin. Diese Potenziale lassen sich jedoch nur durch einstraffes Innovationsmanagementerschließen. Auch die Simulationsrechnungen bestätigen, dass die Nutzung neuer Dienste, wie z. B.individueller dynamischer Leitsysteme, Reisezeitvorteile für die mit solchen Systemen ausgestatteten Verkehrsteilnehmer erbringt. Diese individuellen Vorteile sind darüber hinaus mit Effizienzgewinnen für das gesamte Straßenverkehrssystem verbunden. Die Nutzung dieser Systeme kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Durchsetzung kommunaler Verkehrskonzepte, wie die Ausweisung von Vorrangstraßen und die Einrichtung verkehrsberuhigter Zonen, haben. Ein bemerkenswertes Ergebnis der Simulationsrechnungen ist, dasseinfache organisatorische Maßnahmenwie die Spreizung des Zeitfensters für den morgendlichen Berufsverkehr oder die Erhöhung der Besetzungszahl durch Mitfahrgemeinschaften für das Gesamtsystem Straßenverkehr, d. h. für alle Verkehrsteilnehmer, zumindest ebenso große, teilweise sogar erheblich größere Reisezeitgewinne ergeben als der umfassende Einsatz individueller dynamischer Zielführungssysteme. Auch bei denUmweltauswirkungen, speziell den verkehrsbedingten Emissionen, können durch individuelle Dienste wie die dynamische Routenführung nur marginale Minderungen realisiert werden. Einfache organisatorische Maßnahmen wie die Bildung von Fahrgemeinschaften erbringen vergleichsweise erheblich deutlichere Emissionsreduktionen.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Günter Halbritter
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe