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Begleitforschung Big Data (ABIDA – Assessing Big Data)

Begleitforschung Big Data (ABIDA – Assessing Big Data)
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektsprecher ITAS), Reinhard Heil / Carsten Orwat (Projektkoordination ITAS), Anika Hügle, Christina Merz, René König, Yasmine Kühl

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Starttermin:

2015

Endtermin:

2019

Projektpartner:

Westfälische Wilhelms-Universität, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (gemeinsamer Projektkoordinator mit ITAS); Leibniz Universität Hannover, Institut für Rechtsinformatik (Leitung Arbeitskreis); Technische Universität Dortmund, Techniksoziologie (Leitung Arbeitskreis); Ludwig-Maximilians-Universität München, Forschungsstelle für Information, Organisation und Management (Leitung Arbeitskreis); Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (Leitung Arbeitskreis); Andreas Graefe, Ludwig-Maximilians-Universität München (externe Beratung)

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Projektbeschreibung

Logo ABIDA
Projektstruktur

Die Erzeugung, Verknüpfung und Auswertung von großen Datenmengen (oft als „Big Data“ bezeichnet) gewinnt in nahezu allen Lebensbereichen rasant an Bedeutung. Durch den umfassenden Einsatz vernetzter Computertechnologie kam es in den letzten Jahren zu einer Vervielfachung von Datenquellen. Diese reichen von Smartphones, sozialen Netzwerken und Surfverhalten bis hin zur Vernetzung der Alltagswelt durch das Internet der Dinge (z.B. durch „smarte“ Kleidung, Uhren, Häuser und Stromnetze). Gleichzeitig ergeben sich durch Verknüpfung dieser Datenquellen und Fortschritte in der Hard- und Software-Technologie umfangreiche neuartige Auswertungsmöglichkeiten, die sich auf nahezu alle Lebensbereiche und Wirtschaftssektoren auswirken.

Mit dieser Entwicklung sind Fragen von erheblicher gesellschaftlicher Relevanz verbunden: etwa nach kommerzieller oder staatlicher Überwachung, informationeller Selbstbestimmung und Schutz der Privatsphäre, nach den Problemen von Intransparenz, Missbrauch oder Fehlern bei Datenverwendungen oder bei automatisierten Entscheidungen. Die gesellschaftlichen Diskussionen über eine neue Balance zwischen der Ausschöpfung von Innovationspotentialen einerseits und der Realisierung individueller und gesellschaftlicher Wert andererseits haben erst begonnen. Das Projekt trägt zu diesen Diskussionen mittels einer Reihe von Forschungsprozessen und Dialoginstrumenten bei, um Erkenntnisse zu sammeln und Wissen über den Umgang mit Big Data zu erzeugen, zu vertiefen und zu verbreiten:

  • Beurteilung gegenwärtiger Entwicklungen: Die vielschichtigen und größtenteils unklaren Entwicklungen bei Big Data Anwendungen, Datenströmen und Geschäftsmodellen werden kontinuierlich beobachtet, erfasst und bewertet. Um die durch Big Data beeinflussten gesellschaftlichen Veränderungen zu ermitteln und zu beurteilen, werden interdisziplinäre Vertiefungsstudien erstellt, in die die Ergebnisse von Expertenworkshops und begleitende Fokusgruppen einfließen.
  • Ermittlung der Bürgersichten: Um Einschätzungen und Erwartungen der Bürgern zu erkennen werden drei Bürgerkonferenzen an verschiedenen Orten der Bundesrepublik abgehalten. Die Bürgerkonferenzen werden durch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage ergänzt.
  • Wissensaustausch der Fachdisziplinen: Der bisher nur vereinzelt vorliegende Stand der Gesellschaftswissenschaften soll zusammengeführt, weiterentwickelt und für Beurteilungen von konkreten Big Data-Entwicklungen angewandt werden. Dazu dienen die Arbeitskreise Ethik, Ökonomie, Soziologie, Rechts- und Politikwissenschaft. Komplettiert wird dies durch eine Fachtagung und dem Austausch mit Akteuren aus Forschung und Entwicklung und der Wirtschaft.
  • Abschätzung künftiger Entwicklungen und Handlungsoptionen: Auf der Grundlage der gesamten Forschungsarbeiten und dadurch, dass mögliche künftige Entwicklungen in Szenarien und einer Expertendelphi abgeschätzt und diskutiert werden, werden schließlich Handlungsoptionen für Politik, Forschung und Entwicklung erarbeitet.

Projekt-Website: ABIDA


Publikationen

Kontakt

Reinhard Heil, M.A.
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26815
E-Mail

 

Dr. Carsten Orwat
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26116
E-Mail