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ENERGY-TRANS: Regionale Modellierung des gesamten Energieversorgungssystems

ENERGY-TRANS: Regionale Modellierung des gesamten Energieversorgungssystems
Projektteam:

Buchgeister, Jens (Projektleitung); Andreas Rieder, Annika Weiss, Holger Maximilian Kleemann

Förderung:

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Starttermin:

2011

Endtermin:

2016

Projektpartner:DLR Institut für Verkehrsforschung, FZJ Institut für Energie- und Klimaforschung - Systemforschung und Technologische Entwicklung
Forschungsbereich:

Energie - Ressourcen, Technologien, Systeme

Projektbeschreibung

Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS im Überblick

Die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS war ein großes Drittmittelprojekt an dem alle ITAS-Forschungsbereiche mit Teilprojekten beteiligt und vernetzt waren. Im Mittelpunkt der Forschungen von ENERGY-TRANS standen die Energiewende und die damit verbundenen Anforderungen an die Transformation des Energiesystems. Grundannahme war, dass diese Transformation nicht nur mit technischen sondern auch mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden ist.

Beispielsweise gehören dazu Veränderungen im Nutzer- und Verbraucherverhalten, Akzeptanzprobleme und Konflikte um neue Infrastrukturen wie Hochspannungstrassen, geeignete politische und ökonomische Rahmenbedingungen für die erforderlichen Innovationen, adäquate Betreibermodelle für dezentrale Energieanlagen oder auch der Umgang mit möglicherweise neu auftretenden Risikotypen. Dementsprechend bestand die neuartige Perspektive der Helmholtz-Allianz darin, das Energiesystem in Deutschland vor allem von der gesellschaftlichen Bedarfs- und Nutzerseite her zu erforschen und für die auftretenden Probleme Lösungswege zu ermitteln.

In der Allianz forschten aus neun Einrichtungen etwa 80 Sozial- und Politikwissenschaftler, Psychologen und Philosophen, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, Ingenieure und Systemanalytiker gemeinsam und interdisziplinär in fünf Forschungsfeldern, 17 Projekten, zwei Querschnittsthemen und zwei integrativen Schlüsselthemen. Das KIT koordinierte die Allianz, die eine Laufzeit von September 2011 bis Dezember 2016 hatte.

Das ITAS stellte neben der Universität Stuttgart das größte Forschungskontingent und war an ENERGY-TRANS mit etwa 20 Wissenschaftler/innen beteiligt. Korrespondierend zu den vielschichtigen Aufgabenstellungen von ENERGY-TRANS waren in der Allianz Kompetenzen aus allen ITAS-Forschungsbereichen integriert. Die stark interdisziplinären Arbeiten griffen zudem wichtige Fragestellungen aus dem Helmholtz-Programm „Technologie, Innovation und Gesellschaft“ (TIG) auf.

Regionale Modellierung

Im Projekt soll am Beispiel ausgewählter Raumordnungsregionen der heutige Ist-Zustand des Energie- und Verkehrssystems mit Trendszenarien, die in der Zukunft einen höheren Anteil an erneuerbaren Energieträgern an den Versorgungsstrukturen vorsehen, ökonomisch und umweltbezogen vergleichend analysiert werden. Hierbei erfolgt die Spezifizierung der sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen für die Szenarien unter Berücksichtigung des demografischen Wandels mittels eines regionalen Input-Output-Modells des Forschungszentrums Jülich, das auch zur Ermittlung des zukünftigen Energiebedarfs der ausgewählten Raumordnungsregionen dient. In dem Projekt sollen Szenarien unter Berücksichtigung von Verhaltens- und Akzeptanzmustern zur Konvergenz (bzw. multifunktionalen Nutzung der Versorgungsinfrastruktur) und den Wechselwirkungen des Energie- und Verkehrssystems modelliert, beschrieben und ausgewertet werden. Dabei wird die Verkehrsmodellierung vom Institut für Verkehrstechnik des DLR durchgeführt.

Publikationen

Kontakt

Jens Buchgeister
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26720
E-Mail