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Kompetenzen

Das vom ITAS erarbeitete wissenschaftliche Wissen wird durch die folgenden Aspekte näher charakterisiert:

  • Praxisbezug: Das ITAS knüpft an den Beratungsbedarf über Wissenschafts- und Technikfolgen an und erarbeitet Wissen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Probleme und Diskurse sowie anstehender Entscheidungen über Technik. Relevante Akteure werden in den Forschungs- und Vermittlungsprozess einbezogen.
  • Zukunftsbezug: Die Forschungsarbeiten des Instituts haben grundsätzlich einen prospektiven Anteil. Es geht um Vorausschau der Folgen menschlichen Handelns, sowohl als Vorausschau soziotechnischer Entwicklungen (Foresight) als auch als Abschätzung künftiger Folgen heutiger Entscheidungen.
  • Normativität und Nachhaltigkeit: Das ITAS greift die Problematik der Bewertung von Technik und Technikfolgen mit wissenschaftlichen Mitteln auf. Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im Sinne des vom ITAS entwickelten integrativen Konzepts sowie ethische Prinzipien stellen tragfähige Orientierungen dar.
  • Gestaltung: ITAS stellt Wissen für Entscheidungs- und Gestaltungszwecke bereit. Die Forschungsergebnisse sollen in alternativen Handlungs- und Gestaltungsoptionen gebündelt und in Bezug auf ihre Folgen und Implikationen rational bewertet werden.

ITAS arbeitet von der Gegenstandsorientierung her problemorientiert, von der Organisation her projektbezogen und mit Blick auf die Fachdisziplinen interdisziplinär. Mit seinen wissenschaftlichen, methodischen und prozeduralen Kompetenzen deckt ITAS das gesamte Spektrum von Systemanalyse und Technikfolgenabschätzung zum Zwecke der Politikberatung und Technikgestaltung ab. Umfassende Analysen gesellschaftlicher Problemlagen und technischer Systeme erfordern gemeinhin die Kombination mehrerer Analyseverfahren, die in konkreten Projektzusammenhängen aufeinander abgestimmt werden müssen. Folgende Kernkompetenzen zeichnen das ITAS aus:

Thematische Kompetenz mit folgenden Schwerpunkten

  • detailliertes Verständnis von technischen Zusammenhängen, von Prozessketten, Stoffströmen und technischen Verfahren in unterschiedlichen Technikfeldern;
  • Operationalisierung nachhaltiger Entwicklung auf Basis des integrativen Konzepts der Nachhaltigkeit und durch Lebenszyklusanalysen;
  • Wissen über die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Technik, z.B. über gesellschaftliche Erwartungen, Innovations- und Diffusionsprozesse sowie über Technikkonflikte und Technology Governance.

Methodische Kompetenz mit den Schwerpunkten

  • Prozessketten-, Stoffstrom-, und Lebenszyklusanalysen und darauf aufbauender multikriterieller Bewertungsverfahren wie z.B. das Life Cycle Assessment;
  • Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung (Medienanalysen, Diskursanalysen, partizipative Verfahren, Delphi-Verfahren), z.B. für Foresight-Prozesse und zur empirischen Analyse gesellschaftlicher Perspektiven auf Technik;
  • Reflexionsverfahren in normativer Hinsicht (Angewandte Ethik, Theorie nachhaltiger Entwicklung).

Prozedurale Kompetenz

im Bereich inter- und transdisziplinärer Forschung, insbesondere in der Übersetzung von gesellschaftlichen Problemdiagnosen in wissenschaftliche Möglichkeiten der Bearbeitung und der adressatengerechten Aufarbeitung und Darstellung der Problemkonstellationen und der Ergebnisse zur Problemlösung.