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Civil society organisations in designing research governance (CONSIDER)

Civil society organisations in designing research governance (CONSIDER)
Projektteam:

Pfersdorf, Simon-Philipp (Projektleitung in ITAS); Michael Rader; Leonhard Hennen; Stefan Böschen; Martin Sand

Förderung:Europäische Union
Starttermin:

2012

Endtermin:

2015

Projektpartner:De Montfort University (Projektkoordination), Signosis, University of Namur, University of Lille, Karlsruhe Institute of Technology, Euclid Network, University of the West of England, Science-Policy Advice Agency
Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Projektbeschreibung

Die Diskussion über die Möglichkeiten, Funktionen sowie Vor- und Nachteile der Einbindung gesellschaftlich artikulierter Interessen und Werte in die Forschung führen Sozialwissenschaftler seit Jahrzehnten. Die Diskussionen speisen sich dabei aus demokratietheoretischen, wissens- und wissenschaftssoziologischen bis hin zu gesellschaftstheoretischen Ansätzen. Empirisch betrachtet nehmen zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs), wie Umweltschutzverbände, Verbraucherschutzinitiativen oder Gewerkschaften, als soziale Akteure eine exponierte Rolle ein. Denn sie repräsentieren die organisierte Meinung vieler und artikulieren spezifische Interessen, um die Entwicklung von Technologien entsprechend (z. B. Nachhaltigkeit bei Nanotechnologie) zu prägen. Es ist bisher jedoch nicht systematisch untersucht worden, in welcher Weise CSOs überhaupt Beiträge zu Forschungsprojekten leisten können, wann und wie ihnen überhaupt Mitwirkung gewährt wird und welche förderlichen wie hinderlichen Randbedingungen dabei gelten. Fraglich ist auch, welche Auswirkungen die Mitwirkung von CSOs auf das Selbstverständnis von Forschung oder den Fortgang gesellschaftlicher Debatten haben und wie dies zu bewerten ist.

Auf diese Problemstellungen geht das von der Europäischen Union finanzierte CONSIDER Projekt ein, das im Februar 2012 unter Mitarbeit des ITAS gestartet ist. Es möchte nicht nur die Formen der Partizipation von CSOs in Forschungsprojekten empirisch untersuchen, sondern darüber hinaus Verfahren entwickeln, wie CSOs sich in Forschungsprojekten beteiligen können. Möglichkeiten, Grenzen und Probleme der CSO-Partizipation sollen eruiert und transparent gemacht werden. Die gewonnenen Einsichten verdichten die Projektpartner zu Leitlinien, um interessierten Stakeholdern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft Hilfestellungen zur Forschungseinbindung zu geben. Um diese Resultate zu erzielen, werden alle von der EU im 7. FRP geförderten Projekte hinsichtlich ihrer Partizipationsaktivitäten durchleuchtet, um dann stichprobenartige Explorationen von bis zu 30 FP7-Forschungsprojekte durchzuführen. Diese Projekte sollen hinsichtlich der darin stattfindenden Partizipationspraxis von CSOs und den damit einhergehenden Effekten für die Projekte selbst bzw. für den Prozess der Forschung analysiert werden.

Der Einbindung von CSOs in Forschungsprozessen kommt von Seiten der EU-Kommission eine hohe Bedeutung zu. Neben Gesprächen mit Verantwortlichen der EU-Kommission setzt CONSIDER auf einen engen Austausch mit CSOs. Dazu bindet das Projekt selbst CSOs ein und erkundet Möglichkeiten für deren Mitwirkung in Forschungsprozessen. Außerdem baut das Konsortium ein Netzwerk interessierter CSOs auf, um die Ergebnisse des Projekts zeitnah zu streuen.

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Pol. Simon-Philipp Pfersdorf
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe