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ENERGY-TRANS: Systemische Risiken in Energieinfrastrukturen

ENERGY-TRANS: Systemische Risiken in Energieinfrastrukturen
Projektteam:

Büscher, Christian (Projektleitung); Andreas Lösch; Patrick Sumpf

Förderung:

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Starttermin:

2011

Endtermin:

2016

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Projektbeschreibung

Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS im Überblick

Die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS war ein großes Drittmittelprojekt an dem alle ITAS-Forschungsbereiche mit Teilprojekten beteiligt und vernetzt waren. Im Mittelpunkt der Forschungen von ENERGY-TRANS standen die Energiewende und die damit verbundenen Anforderungen an die Transformation des Energiesystems. Grundannahme war, dass diese Transformation nicht nur mit technischen sondern auch mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden ist.

Beispielsweise gehören dazu Veränderungen im Nutzer- und Verbraucherverhalten, Akzeptanzprobleme und Konflikte um neue Infrastrukturen wie Hochspannungstrassen, geeignete politische und ökonomische Rahmenbedingungen für die erforderlichen Innovationen, adäquate Betreibermodelle für dezentrale Energieanlagen oder auch der Umgang mit möglicherweise neu auftretenden Risikotypen. Dementsprechend bestand die neuartige Perspektive der Helmholtz-Allianz darin, das Energiesystem in Deutschland vor allem von der gesellschaftlichen Bedarfs- und Nutzerseite her zu erforschen und für die auftretenden Probleme Lösungswege zu ermitteln.

In der Allianz forschten aus neun Einrichtungen etwa 80 Sozial- und Politikwissenschaftler, Psychologen und Philosophen, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, Ingenieure und Systemanalytiker gemeinsam und interdisziplinär in fünf Forschungsfeldern, 17 Projekten, zwei Querschnittsthemen und zwei integrativen Schlüsselthemen. Das KIT koordinierte die Allianz, die eine Laufzeit von September 2011 bis Dezember 2016 hatte.

Das ITAS stellte neben der Universität Stuttgart das größte Forschungskontingent und war an ENERGY-TRANS mit etwa 20 Wissenschaftler/innen beteiligt. Korrespondierend zu den vielschichtigen Aufgabenstellungen von ENERGY-TRANS waren in der Allianz Kompetenzen aus allen ITAS-Forschungsbereichen integriert. Die stark interdisziplinären Arbeiten griffen zudem wichtige Fragestellungen aus dem Helmholtz-Programm „Technologie, Innovation und Gesellschaft“ (TIG) auf.

Systemische Risiken in Energieinfrastrukturen

In den zukünftigen Energieinfrastrukturen sollen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher, insbesondere um die weitere Einbindung erneuerbarer Energien, die Dezentralisierung und Virtualisierung des Energieangebots zu realisieren und zusätzliche Dienste zur Steigerung der Energieeffizienz anzubieten. Die IKT-Infrastrukturen konvergieren zunehmend mit den Energieinfrastrukturen („Smart Grid“) und den Verkehrsinfrastrukturen („E-Mobility“). Derartige Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Infrastrukturen, ebenso Governancestrukturen mit einer Vielzahl von Akteuren auf mehreren Ebenen, können zu komplexeren, unsicheren und uneindeutigeren Konstellationen führen, die systemische Risiken hervorrufen können.

Das Forschungsprojekt hatte die Ziele, systemische Risiken im Energiebereich zu identifizieren und Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Governancestrukturen zur Handhabung von systemischen Risiken zu erarbeiten. Dazu wurden die Wechselbeziehungen und die sich gegenseitig beeinflussenden Entwicklungen und Transformationen von Technologien, politischen und regulativen Strukturen sowie der institutionellen und organisatorischen Arrangements aus der Perspektive der Risikoforschung analysiert.

Publikationen

Kontakt

Dr. phil. Christian Büscher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-23181
E-Mail