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Leberegelinfektionen in Südostasien: genetische Variationen, Ursachen und Auswirkungen (OVISEA)

Leberegelinfektionen in Südostasien: genetische Variationen, Ursachen und Auswirkungen (OVISEA)
Projektteam:

Lehn, Helmut (Projektleitung)

Förderung:

BMBF

Starttermin:

2015

Endtermin:

2016

Projektpartner:

KIT: Zoologisches Institut; Institut für Angewandte Geowissenschaften; Institut für Geographie und Geoökologie

KKU (Khon Kaen Universität) Khon Kaen, Thailand: Institut für Parasitologie und Cholangiokarzinom-Forschungszentrum

Imperial College London, GB: Medizinische Fakultät

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Weltweit verursachen vernachlässigte Tropenkrankheiten in Entwicklungsländern enorme Krankheitsraten, eine hohe Sterblichkeit und maßgebliche wirtschaftliche Verluste. Die oftmals sehr komplexe epidemiologische Situation erschwert oft die Bekämpfung und Ausrottung solcher Krankheiten. Beispielsweise sind im Einzugsgebiet des Mekong-Flusses derzeit mindestens 10 Millionen Menschen durch den menschlichen Leberegel (Opisthorchis viverrini) infiziert, für ca. 60 Millionen Personen besteht ein hohes Infektionsrisiko. Der Parasit ist bekannt dafür, Krebserkrankungen im Leber- und Gallensystem zu verursachen und ist für die höchste Befallsrate durch das Gallengangkarzinom weltweit verantwortlich. Im betroffenen Gebiet sind jedes Jahr Tausende von Toten zu beklagen. In seinem Lebenszyklus nutzt dieser Leberegel eine bestimmte Süßwasserschnecke und karpfenartige Süßwasserfische als Zwischenwirte. Durch Verzehr von rohem oder nicht ausreichend gegartem Fisch gelangt der Parasit in seinen Endwirt, den Menschen. Durch Ausscheiden der Wurmeier wird dann der Lebenszyklus erneut gestartet.

Ein Konsortium aus thailändischen, britischen und deutschen Wissenschaftlern möchte in einem interdisziplinären Projekt untersuchen, an welchen Stellen der Lebenszyklus des Parasiten unter Verwendung welcher Technologien unterbrochen und die Infektionen wirksam bekämpft werden können. Auf deutscher Seite wird das Projekt vom Zoologischen Institut des KIT koordiniert, ITAS ist mit der Systemanalyse der involvierten Sanitärtechnologien beteiligt. Die Vorphase des Projekts ist durch das BMBF und das Thai Research Council bis Dezember 2016 genehmigt.

Kontakt

Dr. Helmut Lehn
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe