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Klausurwoche Epigenetik - Ethische, rechtliche und soziale Aspekte

Klausurwoche Epigenetik - Ethische, rechtliche und soziale Aspekte
Projektteam:König, Harald (Projektleiter); Reinhard Heil (Projektkoordination), Stefanie Seitz, Jürgen Robienski (Medizinische Hochschule Hannover)
Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Starttermin:2013
Endtermin:2015
Forschungsbereich:Innovationsprozesse und Technikfolgen

Projektbeschreibung

Zweck des Projekts ist die Durchführung einer BMBF-Klausurwoche zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Epigenetik. Die Epigenetik untersucht vererbbare Veränderungen in der Aktivität von Genen, die nicht auf Unterschieden im genetischen Code (d.h. der Basenabfolge) der Erbsubstanz DNA beruhen. Solche Veränderungen können auch durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden und so können sich die Aktivität von Genen und damit die Eigenschaften eines Individuums (Mensch, Tier, Pflanze, Einzeller) verändern. Ernährung, Verhalten und Umwelt könnten so entscheidenden Einfluss auf die Entfaltung von Merkmalen und Verhalten nehmen. So lassen sich die Anfälligkeit für Krankheiten, gerade auch für die großen Volkskrankheiten (z.B. Krebs, Adipositas) und psychische Störungen sowie die Sensibilität für Umweltgifte zum Teil auf epigenetische Effekte zurückführen. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde deutlich, dass die Umwelt nicht nur Einfluss auf die Genexpression der aktuellen Generation nehmen kann sondern, dass die hervorgerufenen epigenetischen Veränderungen in bestimmten Fällen sogar weitervererbt werden. Mit anderen Worten: Die Lebensumstände (bspw. Mangelernährung) und das Verhalten (bspw. Rauchen, Stress) der Eltern, oder sogar der Großeltern, könnten über epigenetische Mechanismen die biologische Entwicklung der Kinder und deren Nachkommen beeinflussen. Die Frage nach den epigenetischen Folgen könnte sich daher zu einer wesentlichen Entscheidungsmaxime für die verschiedensten gesellschaftlichen Handlungsoptionen entwickeln.

Im Rahmen der Klausurwoche sind Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgesehen, die sich wissenschaftlichen Fragestellungen der Lebens-, Sozial-, Human-, Kultur- und Geisteswissenschaften widmen. Die Klausurwoche richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/innen und wird vom 15. bis 21. September 2013 in Karlsruhe stattfinden. Abstract (maximal 500 Wörter) und tabellarischer Lebenslauf sind bis spätestens 20.05.2013 an Reinhard Heil zu schicken.

Projektpublikationen

Kontakt

Reinhard Heil
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26815
E-Mail