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Systemanalytische Betrachtung des Wettbewerbs der energetischen und stofflichen Nutzung forstlicher Ressourcen in Deutschland

Systemanalytische Betrachtung des Wettbewerbs der energetischen und stofflichen Nutzung forstlicher Ressourcen in Deutschland
Projektteam:

Feifel, Silke (Projektleitung)

Starttermin:

2006

Endtermin:

2012

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

In Deutschland war Anfang des Jahrtausends eine zunehmende Nutzungskonkurrenz um Holz festzustellen. Der Bedeutungszuwachs der Ressource Holz war vor dem Hintergrund des stattfindenden Klimawandels sowie dem Wunsch einer verbesserten inländischen Rohstoffverfügbarkeit von Energieträgern auch politisch gewollt und erklärtes Ziel einer langfristig ausgerichteten Energie- und Umweltpolitik.

Durch die Entwicklung neuer Technologien - wie z.B. Biomass to Liquid-Verfahren (BtL-Verfahren), neue Brennertechnologien für den Hausbrand - die eine effizientere Nutzung von Holz zur Energiegewinnung ermöglichen, wurden die technologischen Voraussetzungen für eine breitere Nutzung von Holz verbessert. Dem standen und stehen aufgrund langer Umtriebszeiten von Holz und begrenzter Flächen ein kurz- bis mittelfristig nahezu gegebenes inländisches Holzangebot und eine bisher vorwiegend auf die stoffliche Nutzung ausgerichtete Holzindustrie gegenüber.

Die Auswirkungen der veränderlichen Nutzungskonkurrenzen für den Rohstoff Holz unter Berücksichtigung aller Nachfragen, holzbasierter Produkte sowie Substitutionsprodukte anhand relevanter Kriterien im Bezugsraum Deutschland wurden bisher nicht in einem kohärenten technologiebasierten Modell untersucht.

Das Projekt identifizierte und quantifizierte die mittel- und langfristigen ökologischen Wirkungen einer verstärkten Nutzung und Nutzungskonkurrenz und damit korrelierenden Veränderungen der Stoffströme innerhalb der Forst-Holz-Nutzungskette anhand unterschiedlicher Szenarien, die anhand technischer Innovationen in ausgewählten Branchen der Forst-Holz-Nutzungskette erarbeitet wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten technischen Entwicklungen keine signifikanten Wirkungen auf die Summe der ökologischen Wirkungen haben. Es können durch die technischen Innovationen auch keine nennenswerten Mengen forstlicher Ressourcen aus der stofflichen Nutzung freigesetzt werden, die ggf. für eine energetische Nutzung verfügbar wären und zu ökologischen Vorteilen hätten führen können.

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Ing. Silke Feifel
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe