Endlagerung: ITAS untersucht Zielkonflikte im Untergrund
Ob Geothermie, die Speicherung von CO2 oder die heimische Rohstoff- und Energiegewinnung: Die Nutzung des tiefen geologischen Untergrunds spielt für verschiedene Zwecke eine immer wichtigere Rolle. In Deutschland genießt jedoch die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle rechtlichen Vorrang.
Welche Wechselwirkungen und Zielkonflikte sich aus dieser Entwicklung ergeben könnten und wie dies die Suche nach einem Endlager in Deutschland beeinflusst, untersuchen nun Forschende des ITAS im Projekt „Herausforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle durch die Nutzung des tiefen Untergrunds“, kurz HErAN. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
Den Start des Projekts nutzte Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, im Februar für einen Besuch am ITAS. Dort informierte sie sich über die vielfältigen Aktivitäten der Forschungsgruppe „Endlagerung als soziotechnisches Projekt“ und übergab deren Leiterin, Sophie Kuppler, die Förderurkunde.
HErAN will zu einer langfristig sicheren und resilienten Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland beitragen. Ziel ist es, im Austausch mit relevanten Praxisakteuren, ein umfassendes Verständnis der möglichen Wechselwirkungen, erwartbaren Spannungsfelder, Risiken und Leerstellen in Bezug auf Planung, Governance und Forschung zu entwickeln.
Das HErAN-Projektteam ermittelt dazu Herausforderungen und Ungewissheiten aus naturwissenschaftlich-technischer und rechtswissenschaftlich-ethischer Perspektive. Die Forschenden wollen zudem Planungsbedarfe identifizieren und Ansätze einer umfassenden Long-Term-Governance für den tiefen Untergrund entwickeln.
HErAN ist auf zwei Jahre angelegt. Projektpartner des ITAS sind das Öko-Institut e. V. und die Schweizer risicare GmbH. (13.03.2026)
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