Tagung der Deutschen UNESCO-Kommission anlässlich ihres 75. Jubiläums

  • Veranstaltungsart:

    Tagung

  • Tagungsort:

    ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

  • Datum:

    24.09.2026

  • Zeit:

    10:00–17:15 Uhr

Ethik für Innovationen: Wie gelingt Technologie mit Verantwortung im 21. Jahrhundert?

Auf dem Bild ist das ZKM zu sehen. Das Bild zeigt direkt das ZKM während der CLOUD-WALK Ausstellung von 2019 und hat gleichzeitig eine starke, etwas futuristische/atmosphärische Wirkung  Urheber/Quelle: ZKM Karlsruhe; Foto laut Metadaten: Felix Grünschloss

Tagung der Deutschen UNESCO-Kommission anlässlich ihres 75. Jubiläums in Kooperation mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) mit fachlicher Unterstützung des IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe

24. September 2026 | ZKM Karlsruhe (Lorenzstraße 19, Karlsruhe)

 

KONZEPT

Hintergrund

Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Quanten-, Neuro- oder Biotechnologien verändern Gesellschaft, Wirtschaft und Politik rasant. Sie eröffnen große Chancen, werfen zugleich aber grundlegende ethische und gesellschaftliche Fragen auf: Wie kann technologische Innovation so gestaltet werden, dass sie Menschenrechte, Demokratie, Teilhabe und Nachhaltigkeit stärkt? Und wie können nationale und internationale Ansätze der ethischen Rahmung besser ineinandergreifen?

Die Tagung verbindet einen öffentlichen Teil am Vormittag mit einer fachlichen Debatte am Nachmittag. Während vormittags technologische Entwicklungen und ihre gesellschaftliche Bedeutung im Mittelpunkt stehen, diskutieren am Nachmittag Akteur/innen aus Technikfolgenabschätzung, wissenschaftlicher Politikberatung, Ethik, Normung, Regulierung, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen, wie ethische Innovation im 21. Jahrhundert gelingen kann.

Die ethische Rahmung neuer Technologien wird dabei aus drei Perspektiven beleuchtet:

Prozessperspektive: Die Rahmenbedingungen für Entwicklung und Nutzung neuer Technologien verändern sich rasant. Kurze Innovationszyklen, global agierende Unternehmen und sich wandelnde Rollen von Staat und Wirtschaft setzen etablierte Strukturen auf nationaler wie internationaler Ebene zunehmend unter Druck. Welche nationalen und internationalen Ansätze können helfen, technologische Veränderungsprozesse frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und ethisch zu reflektieren? Welche Stärken und Schwächen weisen neue Formen der Zukunftsforschung und vorausschauenden Technikfolgenabschätzung auf – etwa Horizon Scanning, Real-Time Technology Assessment (RTTA), Reallabore, Regulatory Sandboxes oder dynamische Szenarien? Wie partizipativ sind diese Ansätze? Wie lässt sich mit Herausforderungen wie Nichtwissen, Machtasymmetrien sowie unterschiedlichen Wissensformen und normativen Annahmen umgehen?

Umsetzungsperspektive: Ethische Reflexion entfaltet nur dann Wirkung, wenn ihre Ergebnisse in politische, regulatorische und gesellschaftliche Praxis einfließen. Daher stellt sich die Frage, wie Erkenntnisse aus Technikfolgenabschätzung, Ethikräten, UNESCO-Prozessen oder der Normung wirksam umgesetzt werden können. Ebenso zu diskutieren sind die Legitimation entsprechender Gremien und Prozesse sowie geeignete Wege, ihre Handlungsempfehlungen in Entscheidungsprozesse zu überführen.

Vernetzungsperspektive: Dem technologischen Wandel kann kaum noch allein auf nationaler Ebene begegnet werden. Die internationale Dimension technologischer Innovation macht eine stärkere Verschränkung ethischer Reflexions- und Gestaltungsprozesse erforderlich. Entsprechende Verständigungsprozesse bestehen seit Langem in der EU, im Europarat, in der OECD oder der UNESCO. Gerade die UNESCO hat ihre Rolle als globale Impulsgeberin in den vergangenen Jahren ausgebaut: Alle 194 Mitgliedstaaten haben sich auf gemeinsame ethische Leitlinien für KI- sowie Bio- und Neurotechnologien verständigt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie nationale und internationale Akteure, Prozesse und Gremien künftig enger zusammenwirken können. Wie können sie voneinander profitieren und durch stärkere inhaltliche Kohärenz zu höherer Legitimität und mehr Commitment bei der Umsetzung beitragen? Und wie lassen sich nationale Erfahrungen besser in internationale Prozesse einbringen – und umgekehrt? Müsste Deutschland neue Partnerschaften in der multilateralen Politikgestaltung schließen, um die Herausforderungen anzugehen?

Die ethische Rahmung neuer Technologien erfordert eine kontinuierliche Reflexion über Verfahren, normative Annahmen und die Legitimation der beteiligten Akteure. Wir freuen uns darauf, diese Fragen gemeinsam mit Ihnen am 24. September zu diskutieren.

Vorläufiges Programm

ÖFFENTLICHER VERANSTALTUNGSTEIL

Moderation: Jeannine Hausmann und Dr. Maximilian Müngersdorff, Deutsche UNESCO-Kommission

10:00–10:15 Uhr

Begrüßung

  • Dr. Roman Luckscheiter, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe
  • Holger Neinhaus, geschäftsführender Vorstand (COO) am ZKM

10:15–10:30 Uhr

Meinungsbild

Blitzumfrage im Publikum zu neuen Technologien in der eigenen Lebensrealität

10:30–10:55 Uhr

Orientierung in Zeiten technologischen Wandels

  • Constanze Scherz, stellvertretende Institutsleiterin des ITAS

Moderne Gesellschaften verfügen über immer mehr Wissen und leistungsfähigere Technologien, erleben aber zugleich wachsende Unsicherheit. Welche Rolle kann die Technikfolgenabschätzung in dieser Situation spielen? Ausgehend von Hans Christian Andersens Märchen Die Nachtigall erläutert Constanze Scherz, wie Technikfolgenabschätzung dazu beiträgt, Unsicherheiten einzuordnen, gesellschaftliche Debatten zu strukturieren und die Fähigkeit zum Lernen und Gestalten von Zukunft zu stärken.  

10:55–11:15 Uhr

Innovation am Horizont: Neue ethische Fragen am Beispiel von Quantentechnologien

  • Prof. Dr. Matthias Kettemann, Lehrstuhl für Innovation, Theorie und Philosophie des      Rechts an der Universität Innsbruck / Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut 

Quantentechnologien versprechen tiefgreifende Veränderungen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Zugleich werfen sie neue etische Fragen auf, deren Bedeutung heute erst allmählich sichtbar wird. Der Vortrag führt in die Grundlagen dieser Technologien ein, beleuchtet mögliche gesellchaftliche Auswirkungen und zeigt auf, warum eine frühzeitige ethische Orientierung sowie internationale Verständigungsprozesse – etwa im Rahmen der UNESCO – von zentraler Bedeutung sind.

11:15–11:45 Uhr

Kaffeepause mit Thementischen

Perspektive zu Ethik für Innovation im Austausch

Die Kaffeepause bietet Gelegenheit, ausgewählte Fragen und Kontroversen rund um neue Technologien in kleiner Runde zu vertiefen. An verschiedenen Themenstationen können die Teilnehmenden frei ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven austauschen und eigene Erfahrungen einbringen. Jede Station widmet sich einer konkreten Frage oder These – etwa der Rolle von Politik bei der Gestaltung technologischer Entwicklungen oder den Sorgen und Hoffnungen, die Menschen mit neuen Technologien verbinden. 

11:45–12:00 Uhr

Im Möglichkeitsraum. Kunstinstitutionen als Orte der Technikreflexion

  • Margit Rosen, Leiterin der Abteilung Sammlungen, Archive & Forschung am ZKM

Ethische Orientierung steht nicht allein in Fachgremien, sondern auch in der Auseinandersetzung mit Kunstwerken. Deren Stärke liegt in der Ambivalenz: Kunstwerke verlangen Deutung und damit eine eigene Positionierung. Sie verhandeln Fragen technischer Entwicklung sinnlich statt begrifflich und erproben Zukünfte, für die es noch keine Regeln gibt. Der Beitrag fragt, was Kunstinstitutionen zur öffentlichen Diskussion über neue Technologien beitragen können und wo diese Erwartung an ihre Grenzen stößt – etwa dort, wo Kunst nur dazu dienen soll, Akzeptanz herzustellen.

12:00–12:30 Uhr

Ethik und Regulierung – Wie kann Konsens zu Ethik gelingen?

  • Dr. Lutz Möller, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Michaela Evers-Woelk, Forschungsleiterin "Gesundheit und Wohlbefinden", Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
  • Dr. Pauline Riousset, Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

 

Wer entscheidet eigentlich darüber, welche technologischen Entwicklungen gesellschaftlich wünschenswert sind und wo Grenzen gezogen werden sollten? Die Podiumsdiskussion geht der Frage nach, wie ethische Orientierung für neue Technologien entsteht – und wie daraus politische und regulatorische Praxis werden kann. Vertreterinnen und Vertreter aus Ethik, Technikfolgenabschätzung und internationaler Zusammenarbeit diskutieren innovative Ansätze der ethischen Rahmung, die Zusammenarbeit verschiedener Akteure sowie die Bedeutung nationaler und internationaler Verständigungsprozesse für die Gestaltung von Technologie.

Für wen ist die Veranstaltung gedacht?

Die Veranstaltung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, insbesondere an:

- Bürger:innen und interessierte Öffentlichkeit
- Schüler:innen und Studierende
- Initiativen, Vereine und Gruppen aus der Stadtgesellschaft
- Bildungs- und Kultureinrichtungen
- Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft

Anmeldung zur öffentlicher Veranstaltung 

Interessierte können sich ab sofort verbindlich zur Tagung anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

FACHVERANSTALTUNG

Moderation: Dr. Dana Mahr, ITAS, Forschungsgruppe "Gesundheit und Technisierung des Lebens"

13:15-13:25 Uhr

Einführung in die Fachtagung

 

  • Dr. Roman Luckscheiter, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission

13:25-13:45 Uhr

Welche Zukunft hat das Vorsorgeprinzip?

 

  • Dr. Günther Bachmann, ehem. Generalsekretär des Rats für nachhaltige Entwicklung

 

Braucht es in Zeiten rasanten technologischen Wandels mehr Vorsorge – oder mehr Mut zum Risiko? Der Beitrag geht der Frage nach, welche Zukunft das Vorsorgeprinzip in einer innovationsgetriebenen Gesellschaft hat. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach einer ausgewogenen Balance zwischen ethischer Orientierung und Innovationsförderung, internationale Debatten zum Vorsorgeprinzip sowie die Rolle beratender Institutionen bei der Gestaltung zukunftsfähiger politischer Entscheidungen.

13:45-15:00 Uhr

Impulsrunde zu Prozessen der ethischen Rahmung technologischer Innovationen

 

1. Innovative Ansätze in der nationalen Technikfolgenabschätzung: Einblicke und Erfahrungen aus dem Reallabor

 

  • Marius Albiez, ITAS, Forschungsgruppe „Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel“

 

Reallabore bringen Forschung und Gesellschaft zusammen, um neue Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln und praktisch zu erproben. Anhand konkreter Beispiele, wie Mini-Solaranlagen in der Nachbarschaft, zeigt der Beitrag, wie technologische Innovationen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger gestaltet und begleitet werden können. Diskutiert werden Chancen und Grenzen dieses Ansatzes sowie die Frage, welchen Beitrag Reallabore für Technikfolgenabschätzung, Politikberatung und eine verantwortungsvolle Technologiegestaltung leisten können.

 

2. Internationale Normsetzung und die Einbeziehung von Fachexpertise

 

  • Prof. Dr. Matthias Kettemann, Lehrstuhl für Innovation, Theorie und Philosophie des Rechts an der Universität Innsbruck / Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut

 

Die Entwicklung ethischer Leitlinien für neue Technologien vollzieht sich zunehmend in internationalen Arenen. Dort treffen unterschiedliche Wissenssysteme, normative Traditionen und politische Interessen aufeinander. Der Beitrag untersucht die Rolle von Expertengremien als Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Politik und internationaler Normsetzung und diskutiert anhand aktueller UNESCO-Prozesse, wie globale Verständigung über technologische Zukunftsfragen gelingen kann. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, wie internationale Prozesse und nationale Ethikdiskurse wechselseitig voneinander profitieren und strukturell besser miteinander verknüpft werden können.

 

3. Völkerrechtliche Normsetzung – am Beispiel der UNESCO-Empfehlung zur Ethik der Neurotechnologie

 

  • Prof. Dr. Marcello Ienca, Lehrstuhl für Ethics of AI and Neuroscience, Technische Universität München

 

Die Erarbeitung der UNESCO-Empfehlung zur Ethik der Neurotechnologie bietet ein interessantes Fallbeispiel für die Chancen und Herausforderungen internationaler Normsetzung. Trotz unterschiedlicher wissenschaftlicher, politischer und kultureller Ausgangspositionen gelang es, vergleichsweise rasch einen breiten Konsens zu erzielen. Der Beitrag untersucht, welche Faktoren diesen Prozess ermöglicht haben, welche Rolle Expertenwissen und nationale Rückkopplungsmechanismen spielten und wie die Qualität, Legitimität und Wirksamkeit internationaler Verständigungsprozesse künftig weiter gestärkt werden können.

 

4. Synergien zwischen nationaler und internationaler Ebene bei der ethischen Steuerung digitaler Technologien

 

  • Prof. Dr. Daniel Mügge, Professur für Politische Arithmetik, Universität Amsterdam (tbc.)

 

Internationale Normsetzung und nationale Governance stehen nicht in Konkurrenz, sondern sind aufeinander angewiesen. Während internationale Organisationen wie UNESCO, OECD und Europarat gemeinsame Orientierungsrahmen entwickeln, entstehen viele Erfahrungen und Innovationen zunächst auf nationaler oder regionaler Ebene. Der Beitrag diskutiert, wie beide Ebenen systematischer miteinander verknüpft werden können, welche Synergien sich daraus für Legitimität, Qualität und Wirksamkeit ethischer Rahmung ergeben und wie nationale Erkenntnisse besser in internationale Prozesse einfließen können – und umgekehrt.

15:00-15:30 Uhr Kaffeepause

15:30-16:30 Uhr

Interaktive Phase: Ethische Innovation gestalten

Parallele Dialogformate

Teilnehmende wählen einen von drei thematischen Räumen

 

Raum A: Innovative nationale Ansätze in der Technikfolgeabschätzung fördern

 

  • PD Dr. Andreas Lösch, ITAS, Forschungsgruppenleiter „Soziotechnische Zukünfte und Policies“
  • Dr. Linda Nierling. ITAS, Forschungsgruppenleiterin „Digitale Technologien und gesellschaftlicher Wandel

 

Technikfolgenabschätzung (TA), wissenschaftliche Politikberatung und ethische Reflexion stehen vor der Herausforderung, mit der Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen Schritt zu halten. Der Dialograum diskutiert innovative Ansätze, um technologische Innovationen und ihre zukünftigen Folgen frühzeitig zu antizipieren und verantwortungsvoll zu gestalten. Diskutiert werden dazu Erfahrungen mit „Zukunftswissen“ generierenden Verfahren der Früherkennung in der TA (z.B. Szenario-Prozesse und Visioneering). Dabei wird der Fokus auf die Methoden des Vision Assessments gelegt, welches der Analyse, Beurteilung und partizipativen Mit-Gestaltung von zukünftigen technischen Innovationen im Kontext längerfristiger Transformationen der Gesellschaft dient. Exemplarisch wird dies u.a. in Bezug auf Visionen, Optionen und Folgen des Einsatzes generativer KI für die intellektuelle Souveränität in Wissenschaft und Hochschulbildung diskutiert. Im Fokus stehen die Potenziale und Grenzen bestehender Ansätze für die Antizipation von Wissenschaftszukünften in Zeiten von generativer KI, Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung sowie die Frage, wie nationale Erfahrungen mit internationalen Initiativen und Prozessen (Stichwort: interkulturelle und globale TA) produktiv verknüpft werden können.

 

Raum B: Prozesse der ethischen Rahmung durch internationale Gremien effektiv informieren und neue Partnerschaften eingehen

 

  • Dr. Lutz Möller, stv. Generalsekretär, Deutsche UNESCO-Kommission
  • Dr. Katja Muñoz, Senior Research Fellow, Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie

 

Die ethische Gestaltung neuer Technologien erfordert internationale Zusammenarbeit. Organisationen wie UNESCO, OECD oder Europarat schaffen wichtige Orientierungsrahmen, deren Wirkung jedoch von einer engen Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in den Mitgliedstaaten abhängt. Gleichzeitig hat sich die Dynamik in internationalen Foren aufgrund aktueller geopolitischer Entwicklungen spürbar verändert, sodass neue Allianzen gefunden und eigegangen werden müssen. Der Dialograum diskutiert, wie internationale Prozesse wirksamer gestaltet, nationale und internationale Perspektiven besser verknüpft und neue Partnerschaften für eine verantwortungsvolle Technologieentwicklung aufgebaut werden können.

 

Raum C: Mehrwert internationaler ethischer Normensetzung erhöhen und nationales Commitment fördern

 

  • Rosanna Fanni, Advisor, Ethics of AI, UNESCO
  • Prof. Dr. Armin Grunwald, ITAS, Institutsleiter

 

Internationale Empfehlungen, Leitlinien und Standards zur Ethik neuer Technologien entfalten ihren Wert nicht allein durch ihre Verabschiedung. Entscheidend ist, ob sie tatsächlich Orientierung bieten, politische Entscheidungen beeinflussen und in nationale Strategien, Institutionen und Diskurse einfließen. Der Dialograum widmet sich daher der Frage, wie der praktische Nutzen internationaler Normsetzung gesteigert und das nationale Commitment für ihre Umsetzung gestärkt werden kann. Im Mittelpunkt stehen Erfolgsfaktoren für wirksame Transfer- und Umsetzungsprozesse, die Einbindung relevanter Akteure sowie Wege, internationale Standards stärker in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu verankern.

16:30-16:55 Uhr Rückspiegelung aus den Dialogräumen

16:55-17:15 Uhr

Reflexion und Ausblick: Was bleibt, was folgt?

 

  • Dr. Julia Hahn, ITAS, Forschungsgruppe „Soziotechnische Zukünfte und Policies“

 

Zur Anmeldung

Interessierte können sich ab sofort verbindlich zur Fachtagung anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kontakt

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne an Dana Mahr (dana mahr does-not-exist.kit edu).