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The Institutionalisation of Ethics in Science Policy; practices and impact (INES)

The Institutionalisation of Ethics in Science Policy; practices and impact (INES)
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektleitung); Leonard Hennen

Förderung:

Europäische Kommission

Starttermin:

2004

Endtermin:

2006

Projektpartner:

CESAGen - ESRC Centre for the Economic and Social Aspects of Genomics, Lancaster University, UK (Project-Coordination); Uob - Centre for the Study of Global Ethics, The University of Birmingham, UK; KUN - University of Nijmegen, Centre for Society and Genomics, The Netherlands; CSSC - Centre for Science, Society and Citizenship, Italy; fBBVA - Fundación BBVA, Spain

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Beschreibung des Projekts

In öffentlichen Technikdebatten, die in der Regel grundsätzliche ethische Fragen berühren, zeigt sich häufig ein erhebliches Misstrauen in Experten und Behörden. Als Reaktion hierauf versucht die Politik, die Erörterung ethischer Fragestellungen in Prozesse der Politikformulierung zu integrieren - z.B. durch die Etablierung von Ethikräten oder die Organisation von Diskussionsprozessen unter Beteiligung der wichtigen gesellschaftlichen Interessengruppen. Die Art und Weise der Einbeziehung ethischer Beratung in die Wissenschafts- und Technologiepolitik variiert in Europa stark und der tatsächlichen Einfluss ethischer Beratung auf die Entscheidungsfindung ist so gut wie nicht untersucht.

Das Projekt INES bringt eine Gruppe europäischer Experten auf den Gebieten der Wissenschafts- und Technikethik und der Wissenschafts- und Technologiepolitik zusammen, um die verschiednen Formen der Integration ethischer Beratung in die politischen Entscheidungsstrukturen vergleichend zu untersuchen. Ausgangspunkt der Untersuchung sind die unterschiedlichen Repräsentationen "ethischer Probleme", unterschiedliche Konzepte von "Ethik" und "Moral", "Ethik" und "Bioethik" und ethischer "Expertise" sowie die Art und Weise der Berücksichtigung der Perspektive von Laien in ethischen Diskussionen.

Das Projekt wird - neben der Aufarbeitung von Forschungsergebnissen zur öffentlichen Wahrnehmung wissenschaftsethischer Fragen und zur Frage geschlechtsspezifischer Perspektiven auf wissenschaftsethische Problem - in drei Fallstudien (medizinische Genetik, genetische Datenbanken und Nahrungsmitteltechnik) Formen der Institutionalisierung von Ethik untersuchen. Die Ergebnisse der Fallstudien sollen in einer "europäischen Landkarte" zusammengefasst werden, die vergleichende Aussagen über Praxis und Wirkung ethischer Beratung erlaubt.

Ziel des Projektes ist es darüber hinaus, eine europäische Plattform für Ethiker, Politiker und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch über Möglichkeiten der Verbesserung der Integration ethischer Beratung in politische Entscheidungsprozesse zu etablieren.

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Armin Grunwald
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22500
E-Mail