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STOA-Projekt: The Role of Nanotechnology in Chemical Substitution

STOA-Projekt: The Role of Nanotechnology in Chemical Substitution
Projektteam:

Fiedeler, Ulrich (Projektleitung)

Förderung:

STOA (The Science Technology Options Assessment Panel of the European Parliament)

Starttermin:

2006

Endtermin:

2006

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Beschreibung des Projekts

Gefahrenstoffe gar nicht erst einzusetzen, ist offensichtliche der effektivste Weg um zu verhindern, das diese Mensch und Umwelt gefährden. Aus diesem Grund spielt die Substitution eine entscheidende Rolle in der neuen Chemikalienrichtlinie der EU (REACH). Vor diesem Hintergrund hat das Europäische Parlament eine Studie in Auftrag gegeben, dessen Ziel es ist das Potenziale der Nanotechnologie (NT) für die Substitution von Gefahrenstoffen aufzufinden. Als Beispiel seien hier nanotechnologische Beschichtungen genannt, die z.B. als Ersatz für Antifouling-Anstriche (Tributulzinn) der Schiffsindustrie verwendet werden könnten (AMBIO-project).

Das Projekt zur Erstellung dieser Studie ist eines von 11 Projekten der European Technology Assessment Group (ETAG), eines aus fünf TA-Instituten bestehendes Konsorzium, welches im Auftrag des STOA-Panels (Scientific Technological Options Assessment) TA-Projekte durchführt.

Das Projekt ist auf die Identifikation von Konzepten und Ideen für die Substitution im Bereich der NT ausgerichtet. Um das volle Potenzial der NT bezüglich der Substitution zu erfassen, ist das Projekt nicht auf eine one-by-one-Substitution beschränkt. Zu erwarten ist vielmehr, dass die NT alternative Lösungen für die Wirkung einer Substanz oder aber auch für die Herstellung einer Substanz bietet, bei der dann weniger toxische Abfallstoffe anfallen. Weitere Beispiele sind:

  • Biozide Beschichtungen auf der Basis von texturierten Oberflächen oder photokatalytischen Wirkung von TiO2 Partikeln.
  • Toxische Schmierstoffe könnten durch nanotechnologische super harte und selbst schmierende Beschichtungen vermieden werden.
  • Organische Lösungsmittel könnten durch Mikroemulsionen an der Basis von Lezithin ersetzt werden.
  • Bromierte Flammschutzmittel könnten durch funktionalisierte Nanopartikel, die in Lacke eingebunden sind ersetzt werden.

Das Ziel dieses Projektes ist es einen Überblick über denkbare nanotechnologische Anwendungen für die Substitution zu geben. Die Bewertung der möglichen nanotechnologischen Substitute und ihrer Nebenwirkungen ist und kann nicht Gegenstand des Projektes sein. Hier geht es zunächst nur um die Potenzialanalyse.

Diese Potenzialabschätzung basiert methodisch auf einer Literaturanalyse und Experteninterviews. Die Ergebnisse werden am Ende im Rahmen eines Validation-Workshop mit Experten diskutiert und bewertet.