Housing Wealth Nexus
- Projektteam:
Alexandri, Georgia (Projektleitung); Ulrich Ufer
- Förderung:
MSCA Staff Exchanges, Horizont Europa
- Starttermin:
2026
- Endtermin:
2029
- Projektpartner:
Universitat Rovira i Virgili, Spanien; Universitat de les Illes Balears, Spanien; Universiteit van Amsterdam, Niederlande; Uniwersytet Warszawski, Polen; Idra Barcelona Institute SCCL, Spanien; Universidad de La Laguna, Spanien; Instituto de Geografia e Ordenamento do Território da Universidade de Lisboa, Portugal; Aristotelio Panepistimio Thessalonikis, Griechenland; Base Pelo Comum – Estratégias, Recursos e Ação, Portugal; Spin Time Labs Cantiere di Rigenerazione Urbana APS, Italien; Suburbia Estudios Urbanos, Spanien; Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas, Argentinien; Asociación Civil por la Igualdad y la Justicia, Argentinien; St. Thomas University, Kanada; Boston University, USA
- Forschungsgruppe:
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines sektorübergreifenden internationalen Forschungsnetzwerks aus Organisationen in Europa, Südamerika und Nordamerika. Dadurch sollen vor allem solide konzeptionelle und empirische Erkenntnisse über nachhaltige Bottom-up-Ansätze zur Bewältigung der aktuellen Wohnungskrise und der wachsenden Ungleichheiten auf den Wohnungsmärkten gewonnen werden.
In vielen Ländern sind die Immobilienpreise stark gestiegen und haben zu dem beigetragen, was die Europäische Kommission als eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit bezeichnet. Dabei lassen sich zwei konträre Entwicklungen beobachten: ein wachsender Anteil von Haushalten ohne Immobilienbesitz steht einer immer größer werdenden Gruppe von Haushalten gegenüber, die mehrere Immobilien besitzen. Dieser Trend deutet darauf hin, dass einige Marktakteure Wohnraum zunehmend als Vermögenswert zur Generierung und Sicherung von Wohlstand nutzen, während die Kluft zwischen Eigentümern und Nichteigentümern gleichzeitig immer größer wird. Besonders betroffen sind die jüngeren Generationen, die mit einem immer schwierigeren Zugang zu Wohneigentum, stagnierenden Löhnen und rapide steigenden Wohnkosten konfrontiert sind – Entwicklungen mit weitreichenden Folgen für ihren weiteren Lebensweg.
Vor diesem Hintergrund versucht das Projekt, die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen, die zur Verringerung von wohnungsbezogenen Ungleichheiten beitragen. Das Forschungsprogramm ist daher auf drei sich ergänzende Säulen aufgebaut:
- Verstehen der Marktakteure und ihrer Investitionsstrategien im Bereich Wohnen und Vermögensbildung;
- Analyse der Folgen für die Vermögensungleichheit durch eine intersektionale Perspektive;
- Entwicklung von Bottom-up-Alternativen und politischen Lösungen, die einen positiven und nachhaltigen Wandel fördern.
Das Thema Wohnen wird aus einer interdisziplinären Perspektive betrachtet, die Erkenntnisse aus Geographie, Soziologie, Wirtschaft, öffentlicher Ordnung und Stadtplanung vereint. Ein besonderes Merkmal dieses Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit Basiskollektiven und Wohnungsbaugenossenschaften, deren praktische Erfahrung in der kommunalen Organisation und politischem Engagement eine wichtige Ressource für das Netzwerk darstellt.
Die Rolle des ITAS
Innerhalb dieses Projekts fungiert das ITAS als federführender Partner am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das ITAS ist auch für das Arbeitspaket zu Marktakteuren und ihren Investitionsstrategien verantwortlich und steuert wichtiges Fachwissen zu Wohnungsmärkten, Finanzialisierung und sozialräumlichen Folgen bei.
Kontakt
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe
Tel.: 0721 608-22384
E-Mail
