Neuer Junior-Professor forscht zur Akzeptanz der Energiewende
Die technischen Voraussetzungen für die Dekarbonisierung unseres Energiesystems sind weitgehend vorhanden. Ein Hindernis für eine gelingende Energiewende ist hingegen – neben ökonomischen Fragen – die fehlende Akzeptanz für neue Infrastrukturen und Technologien wie Wind- und Solaranlagen oder Wärmepumpen. Warum das so ist und welche Faktoren Akzeptanz erklären können, untersucht Daniel Sloot künftig mit seiner Forschungsgruppe „Transformative Energiesystemanalyse“ am ITAS.
Motivationen und Einstellungen zu Energietechnologien
Der an der Universität Groningen promovierte Umweltpsychologe setzt dabei auf quantitative empirische Methoden wie Experimente, Befragungen oder Feldstudien, mit denen sich Motivationen oder Einstellungen erfassen lassen. Dies könne wertvolle Erkenntnisse zu den gesellschaftlichen Potenzialen und Folgen neuer Energietechnologien liefern, erklärt der Wissenschaftler, der zuletzt am Institut für Industriebetriebslehre und industrielle Produktion des KIT tätig war.
Aufbau eines „Energiewendeobservatoriums“
Konkret will sich Sloot am Aufbau eines „Energiewendeobservatoriums“ beteiligen. Über viele Jahre hinweg soll es die Wahrnehmungen der Bevölkerung zu Maßnahmen und Technologien der Energiewende erfassen. Außerdem beteiligt er sich am Future Energy Panel, das derzeit am KIT entsteht. Dabei werden 1200 Haushalte im Raum Karlsruhe mit Smart Metern ausgestattet, um etwa die Auswirkungen dynamischer Tarife oder die Entscheidung für nachhaltige Wärmesysteme zu untersuchen. (28.07.2026)
Weiterführende Informationen:
- Mitarbeiterseite von Daniel Sloot

