Helmholtz-White Paper: Besser vorbereitet auf die nächste Pandemie

Was haben wir aus COVID 19 gelernt – und wie nutzen wir dieses Wissen für die Zukunft? Ein vom ITAS mitverfasstes White Paper fasst Forschungserkenntnisse zusammen und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen zur wirksamen Pandemievorbereitung.
Whitepaper Covid

Die COVID‑19-Pandemie hat eindrücklich gezeigt, wie entscheidend fundierte Forschung zu luftübertragenen Viren ist. Die beiden groß angelegten Projekte COVIPA und CORAERO von Forschenden der Helmholtz-Gemeinschaft haben hierzu umfangreiche Daten gesammelt und neue Erkenntnisse zur Übertragung respiratorischer Viren, zur Immunabwehr sowie zur Krankheitsentstehung gewonnen. Auch Faktoren, die den Schweregrad von Infektionen beeinflussen, und die gesellschaftliche Akzeptanz von Maßnahmen wurden systematisch untersucht.

Das White Paper macht jedoch deutlich, dass zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Umsetzung weiterhin erhebliche Lücken bestehen. Um diese zu schließen, braucht es vor allem dauerhaft finanzierte Forschungs- und Monitoring-Strukturen, die auch außerhalb akuter Krisen bestehen bleiben. Zudem müssen vorhandene Daten und Technologien schneller in politische Entscheidungsprozesse und konkrete Maßnahmen überführt werden.

Großen Handlungsbedarf gibt es auch bei der besseren Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden und Politik. Gleichzeitig ist es notwendig, präventive Maßnahmen frühzeitig zu entwickeln und gesellschaftlich besser zu verankern, etwa durch transparente Kommunikation, die das öffentliche Vertrauen stärkt.

Ziel des Whitepapers ist es, die Helmholtz-Gemeinschaft als zentralen Baustein eines nationalen Pandemievorbereitungsnetzwerks zu etablieren – und damit künftig schneller, koordinierter und wirksamer auf neue Gesundheitskrisen reagieren zu können. (30.06.2026)

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