Resilient City: Ideen für die Stadt von morgen

Wie können Städte widerstands- und zukunftsfähiger werden? Bei der „Resilient City“-Challenge des ITAS und des Fraunhofer ISI sind fast 100 innovative Ideen zur resilienten Stadtentwicklung zusammengekommen. Drei Gewinnerbeiträge wurden prämiert.
Drei farbige Balken beschriften eine mit "Resilient City Challenge" überschriebene Stadtvision; eine Frau mit VR-Brille erkundet die Grafik. Crowd Innovation / Fraunhofer ISI
Neue Ideen für die resiliente Stadt der Zukunft ans Licht zu bringen, war das Ziel der Challenge.

Gemeinsam mit der Crowd Innovation-Plattform des Fraunhofer ISI hat das ITAS die Leuchtturmchallenge „Resilient City“ durchgeführt. Ziel war es, Ideen zu sammeln, wie Städte und ihr Umland angesichts von Klimawandel, sozialer Ungleichheit, Ressourcenknappheit und demografischem Wandel tiefgreifende Transformationen gestalten können. Denn – so die Überzeugung der Initiatoren Challenge – lebenswerte, gerechte und anpassungsfähige Städte brauchen gemeinschaftlich entwickelte und schnell umsetzbare Lösungen.

Gesucht wurden kreative Vordenkerinnen und Mitgestalter, die ihre Erfahrungen, Methoden und Ansätze für eine resiliente Stadtentwicklung teilen und den Wandel mitgestalten möchten.

Aus insgesamt 94 Beiträgen wählte die Jury drei besonders überzeugende Ideen aus:

Platz 3: Play.Plan.Buchenberg – Stadtgestaltung mit Minecraft

Das Projekt bindet junge Menschen niedrigschwellig in Stadtgestaltungsprozesse ein, indem es die bestehende Plattform Minecraft nutzt. Ein besonders zugänglicher Ansatz, der Beteiligung ernst nimmt und spielerisch überzeugt.

Platz 2: NIGHTWALK – Die Stadt bei Nacht lebenswert machen

NIGHTWALK thematisiert nächtliche Sicherheit, dunkle Zwischenräume und unsichere Wege. Das Projekt verbindet zivilgesellschaftliche Perspektiven mit planerischen Ansätzen und energieeffizienten Beleuchtungslösungen.

Platz 1: PISS – Das Phosphor-Intelligente Sammelsystem

Der Gewinnerbeitrag rückt Phosphorrückgewinnung als bislang wenig beachtete Ressource urbaner Kreislaufwirtschaft in den Fokus. Systemisch gedacht eröffnet PISS neue Räume für Forschung und Reallabore.

„Crowd-Ansätze bringen Ideen ans Licht, die man gar nicht auf dem Radar hat. Das macht sie zu einem wertvollen Werkzeug, um schnell ein breites Spektrum an Informationen einzuholen“, so das positive Fazit von Silvio Martin und Daniel Lang vom ITAS. Die beiden Initiatoren der Challenge geben aber auch zu bedenken, dass dies nur mit entsprechenden Ressourcen für die Kommunikation gelingen kann und die Online-Plattform durch große Nutzerfreundlichkeit überzeugen muss. (30.03.2026)

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