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Entwicklungspfade für die Energiewende

Welches Energiesystem wollen wir im Jahr 2030? Im Kopernikus-Projekt ENSURE haben Forschende zusammen mit gesellschaftlichen Akteuren mögliche Entwicklungspfade für die Energiewende beschrieben. Die Ergebnisse liegen nun als Broschüre vor.
Broschüre „Transformation des Energiesystems bis zum Jahr 2030“ aus dem Kopernikus-Porjekt ENSURE

Viele Menschen und Organisationen setzen sich für den Klimaschutz ein – doch nicht immer herrscht Einigkeit über die Ziele oder auch nur über die nächsten Schritte. „Um zu gelingen, muss die Energiewende als ein gesamtgesellschaftliches Projekt organisiert werden“, betont Witold-Roger Poganietz, Leiter der ITAS-Forschungsgruppe Soziotechnische Energiezukünfte. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Öko-Institut hat das ITAS im BMBF-Projekt ENSURE (Neue Energienetzstrukturen für die Energiewende) Stakeholder-Dialoge eingesetzt. Ziel war es, Entwicklungspfade des Energiesystems zu beschreiben, die auf eine möglichst breite Zustimmung stoßen.

Beteiligt waren daran unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Gewerkschaften, Kommunen und Umweltschutz. Gemeinsam entwickelten sie so genannte „Storylines“, die aufzeigen, wie sich das Energiesystem bis 2030 entwickeln könnte. So entstanden insgesamt vier qualitative Zukunftsbilder:

  1. Sehr ambitionierter Klimaschutz mit Reduktion der Emissionen entsprechend des Klimaschutzabkommens von Paris
  2. Ambitionierte Klimaziele mit Hilfe einer starken europäischen Integration der Strommärkte
  3. Ambitionierte Klimaziele mit Fokus auf dezentrale Stromerzeugung
  4. Referenzentwicklung gemäß den moderateren Klimaschutzzielen der Bundesnetzagentur und dem aktuellen Klimaschutzplan der Bundesregierung

Von Storylines zu Szenarien und deren Bewertung

In enger Abstimmung mit den Stakeholdern quantifizierten Expertinnen und Experten des ENSURE-Projekts die Zukunftsbilder. So entstanden Szenarien mit hoher gesellschaftlicher Legitimität. „Zum ersten Mal hat eine vielfältige Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft über einen so langen Zeitraum zusammengearbeitet, um gemeinsam auszuformulieren, welche Pfade der Energiewende sie mitgehen würden“, betont Poganietz.

Die entwickelten Storylines, Szenarien und deren Bewertungen werden in der jetzt erschienenen Broschüre „Transformation des Energiesystems bis zum Jahr 2030“ vorgestellt. (30.01.2020)

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