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technik.kontrovers 2019

technik.kontrovers 2019
type of event:

Themenabende

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place:

Karlstraße 11, Karlsruhe

date:

2019

Mensch | Macht | Klima

Bei den Fridays for Future gehen weltweit Millionen von Menschen für eine klimaschonende Politik auf die Straße. Denkanstöße, um auch persönlich zum Klimaschutz beizutragen, gibt es am Dienstag, 17. September 2019 in der Reihe technik.kontrovers am ITAS.
Plakat der Veranstaltungsreihe technik.kontrovers

Egal ob beim Reisen oder Einkaufen, beim Wohnen oder in der Freizeit – fast alle Aktivitäten unseres Alltags setzen Treibhausgase frei und verschärfen die Klimakrise. Können wir als Individuen etwas dafür tun, diese Bedrohung aufzuhalten? Was wären Alternativen, um unseren CO2-Fußabdruck zu verringern? Und wie ließen sie sich am Besten in unseren Alltag integrieren? Über diese Fragen diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Publikum beim Themenabend „Mensch | Macht | Klima. Klimaschonender Alltag – geht das?“ am Dienstag, den 17. September um 18 Uhr im Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS).

Die Veranstaltung gibt Einblicke in die Lebenszyklusanalyse. Die Methode erlaubt es, Umweltauswirkungen einzelner Produkte genau zu bestimmen. Mit ihrer Hilfe begeben wir uns auf eine Reise durch unseren Alltag, um zu erfahren, welche Alltagsaktivitäten mit welchen Treibhausgasemissionen verbunden sind. Die Gäste erfahren zudem mehr über das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ – ein Vorhaben, das gemeinsam mit Menschen in Karlsruhe Selbstexperimente für einen klimaschonenden Alltag entwirft und umsetzt, sowie Klimacoaches als Multiplikatoren für zivilgesellschaftliches Engagement im Bereich Klimaschutz ausbildet.

Der Themenabend vermittelt darüber hinaus Einblicke in die regionale Dimension des Klimawandels und präsentiert eine Erfolgsgeschichte des Klimaschutzes, auf die sich aufbauen lässt: Das weltweite Verbot von Flurkohlenwasserstoffen und die damit verbundene Erholung der Ozonschicht.

Die ReferentInnen des Abends:

Eva Wendeberg ist Geoökologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ITAS. Sie beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit den Themen Ökobilanzierung, Stoffstromanalyse und Nachhaltigkeitsbewertung. Beim Team des Quartier Zukunft beforscht sie nachhaltige Transformationsprozesse in der Gesellschaft und ist Teil des Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“.

Sarah Meyer-Soylu, ebenfalls Geoökologin am ITAS, beschäftigt sich mit Fragen nachhaltiger Mobilität und des Klimaschutzes. Im Quartier Zukunft – Labor Stadt initiiert und begleitet sie seit vielen Jahren Transformationsprozesse hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung. Sie leitet das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“.

Peter Braesicke ist Professor für theoretische Atmosphärenphysik am KIT und beschäftigt sich damit, das Klima und seinen Wandel zu modellieren, um es besser zu verstehen. Er ist wissenschaftlicher Koordinator der Helmholtz-Klimainitiative Regionale Klimaänderungen (REKLIM) und ein Leitautor des Sachstandberichts zur Lage der Ozonschicht.


Wie fair ist die digitale Welt? Diskriminierung durch Algorithmen

Dienstag, 26. Februar 2019, 18 Uhr
Plakat für 26.02.2019

„Wie fair ist die digitale Welt? – Diskriminierungsrisiken durch Algorithmen“. Ein Titel mit vielen Unbekannten: Was ist Fairness? Was ist eigentlich eine „digitale Welt“? Was genau versteht man unter Diskriminierung und was ist überhaupt ein Algorithmus? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich der technik.kontrovers Themenabend am 26. Februar 2019.

Eingeführt in die Thematik hat diesmal Reinhard Heil, der am ITAS im Bereich der Innovationsprozesse und Technikfolgen forscht. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen nahezu alle Lebensbereiche, wie beispielsweise das bargeldlose Zahlen, das Recherchieren im Internet, das Tracken einer sportlichen Aktivität und vieles mehr. All diese Aktionen erzeugen umfangreiche Datenmengen, die kaum mehr zu überblicken sind, Stichwort „Big Data“. Komplexe Algorithmen erlauben es, große Datenmengen in vergleichsweise sehr kurzer Zeit verarbeiten und analysieren zu können.

Solche Algorithmen können, so die Hoffnung, menschliche Fehler, Fehl- und Vorurteile bei der Verarbeitung von Informationen vermindern und nach den programmierten Kriterien stets objektiv und einheitlich vorgehend entscheiden.

Der zweite Referent des Abends, Carsten Orwat wies auf mögliche Risiken hin, die mit dem Einsatz von Algorithmen verbunden sind. Durch die Verwendung verzerrter Datensätze, Über- und Unterrepräsentation bestimmter Merkmale und zu spezialisierte Modelle kann es zu Diskriminierungen geschützter Gruppierungen und dem Auftreten neuer Diskriminierungstypen kommen. Prominente Beispiele einer diskriminierenden Software sind beispielsweise Kreditvergabe- und Personaleinstellungssoftware, bei der geschützte Personengruppen benachteiligt wurden.

Im Anschluss wurden Möglichkeiten erörtert, wie man Diskriminierung durch Algorithmen verhindern könnte. Genannt wurden hierbei die Entwicklung und der Einsatz diskriminierungsvermeidender Systeme, Antidiskriminierungsauflagen, zum Beispiel das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), und -Einrichtungen, wie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), sowie der gesellschaftliche Diskurs über das Thema.

Nach den Vorträgen fand eine interessante Diskussion zwischen Publikum und Referenten statt. Dabei kamen Fragen auf, ob nicht auch Menschen diskriminieren und was genau der Unterschied zu Algorithmen sei und wer im Diskriminierungsfall hafte: der einzelne Programmierer oder das Unternehmen?

Fazit einer Besucherin: Ob unmittelbare Diskriminierung durch Menschen oder vermittelt durch Algorithmen – wichtig ist, sich für eine offene, diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen.

Das technik.kontrovers-Team dankt allen Gästen für die lebhafte Beteiligung an diesem Abend!



technik.kontrovers

Logo technik.kontrovers

In der Reihe „technik.kontrovers“ präsentiert das ITAS gesellschaftlich brisante Technikthemen, zu denen am Institut geforscht wird. Die vierteljährlich stattfindenden Veranstaltungen haben das Ziel, vernetzend, interaktiv und vielfältig vorzugehen. Die Forscherinnen und Forscher skizzieren mit kurzen Impulsen unterschiedliche Positionen zur gesellschaftlichen Dimension bestimmter Technikbereiche und suchen damit den unmittelbaren – und gerne auch kontroversen – Austausch mit der Öffentlichkeit.

Veranstaltungen aus den Jahren 2014/2015 - 2016 - 2017 - 2018 - 2019


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