Am Kronenplatz
Dana Mahr und Nora Weinberger, Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Das Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln“ will Fragen rund um digitale Zwillinge von Patientinnen und Patienten in den öffentlichen Raum bringen. Die Idee hat die Jury des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2026 überzeugt.
Digitale Zwillinge von Patientinnen und Patienten gelten als eine Schlüsseltechnologie der Medizin der Zukunft. Sie verknüpfen Gesundheitsdaten zu Modellen, die medizinische Entscheidungen unterstützen und Therapien personalisieren können. Doch welche Daten dürfen gesammelt werden? Wer soll darauf Zugriff haben? Und wieviel Kontrolle möchten wir bei datenbasierter Medizin behalten?
Mit dem Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln – Ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten“ bringen das ITAS und das Fraunhofer IESE diese Fragen in den öffentlichen Raum. Beim Hochschulwettbewerb „Zeigt eure Forschung!“ zum Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“ sind sie dafür als einer von zehn Gewinnern unter insgesamt 220 Einreichungen ausgezeichnet worden.
Kern des Projekts sind mobile Daten-Cafés, die 2026 in Karlsruhe und Kaiserslautern aufgebaut werden. Besucherinnen und Besucher können dort ihre eigenen „digitalen Zwillinge“ gestalten und anhand konkreter Szenarien (z. B. „Soll ein digitaler Zwilling Angehörige über Demenz-Anzeichen informieren?“) Chancen und Risiken datenbasierter Medizin diskutieren. Entstehen soll eine Galerie individueller „Daten-Zwillinge“ und gesellschaftlicher Perspektiven auf datenbasierte Medizin.
Die Daten-Cafés in Karlsruhe finden am 1. und 2. Oktober 2026 jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr am Kronenplatz statt.
Im Projekt verbinden Nora Weinberger und Dana Mahr ihre Forschung zu digitalen Patient:innenzwillingen mit Ansätzen der partizipativen Technikfolgenabschätzung. Jean Stadlbauer, der das Projekt leitet, und seine Kollegin Theresa D. Ahrens vom Fraunhofer IESE bringen ihre Expertise in Digital Health ein. (24.03.2026)
TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum am Kronenplatz Karlsruhe
Wie sieht die Medizin von morgen aus? Prof. Dr. med. Christof A. Müller vom Städtischen Klinikum gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Knie- und Hüftendoprothetik – von konservativen Therapien über moderne Implantate bis hin zu minimalinvasiven Verfahren und computergestützter Navigation. Jérémy Lefint vom @Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lädt dazu ein, den Einsatz von Robotik und KI im Gesundheits- und Pflegebereich anhand anschaulicher Beispiele zu erkunden und gemeinsam zu diskutieren, wie Technik im Gesundheitsbereich sinnvoll und menschlich eingesetzt werden kann. Schließlich zeigt Prof. Dr. Darko Jekauc, Leiter des Forschungsprojekts INNOVARE am KIT, wie Künstliche Intelligenz die Rehabilitation verändert, indem sie beispielsweise Therapiepläne passgenau auf Patient*innen abstimmt.
Zur Wissenschaftsreihe EFFEKTE:
Fragen aufwerfen, vor allem aber die Antworten geben – das liefert die EFFEKTE-Reihe.
Jeden Monat – immer an einem Dienstag.
Von Mai 2026 bis zum Wissenschaftsfestival EFFEKTE im Juni 2027 gibt es Wissenschaft
zum Anfassen – anschaulich, verständlich und absolut aktuell.
Immer am „Wissenschaftsdienstag“ präsentieren sich die Vertreterinnen und Vertreter
der Karlsruher Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie geben Einblicke in ihre
Arbeit – in einem Mix aus Impulsvorträgen, Diskussion, interaktiven Formaten,
Exponaten und Workshops. Titel der Wissenschaftsreihe ist „Zukunft gestalten:
Gesundheit für die Gesellschaft von morgen“.
Organisiert und durchgeführt wird die Vortragsreihe vom Wissenschaftsbüro Karlsruhe
der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe.
Los geht es immer um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
WCPH 160 and Zoom
Prof. Dr. Armin Grunwald, Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Innovation is often framed as the solution to humanity's greatest challenges, yet new technologies rarely arrive without a cost of their own. In this talk, Armin Grunwald confronts one of the defining puzzles of our era: technological progress generates unintended consequences that demand still more innovation. This unending spiral has shaped the Anthropocene so far. Grunwald argues for a responsible path between blind faith that new technology will fix what old technology broke, and nostalgic longing for a pre-industrial world. Instead, he calls on science, engineering, politics and society to jointly navigate this cycle toward a genuinely better Anthropocene.
Following the talk, the following scholars will respond to Grunwald’s thesis:
Mallory James
Lauren Keeler
Harro van Lente
Rob Melnick
Carl Mitcham
Clark Miller
Register here
Online
Panagiotis Kavouras, University of Oslo, Institute of Health and Society | Centre for Medical Ethics
Panagiotis Kavouras will give insights into the Athens Statement, which is the latest international guidance on Research Integrity (RI) that was released in May 2026. It provides a set of evidence-based recommendations to embed RI in research collaborations between academia and industry and in engagement of researchers with policymakers. The Athens Statement is comprised of four high-level recommendations that aspire to promote academic freedom, fairness, and trust in such collaborations, as well as to promote transparency in the interaction of researchers with policymakers.
🔗 Register now!
Recordings of past webinars can be found here.