Gesundheitsdaten: Format für Wissenschaftsjahr ausgezeichnet
Digitale Zwillinge von Patientinnen und Patienten gelten als eine Schlüsseltechnologie der Medizin der Zukunft. Sie verbinden Gesundheitsdaten zu Modellen, die medizinische Entscheidungen unterstützen und Therapien personalisieren können. Doch welche Daten dürfen gesammelt werden? Wer soll darauf zugreifen? Und wieviel Kontrolle möchten wir bei datenbasierter Medizin behalten?
Mit dem Projekt „Mein Zwilling, meine Regeln – Ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten“ bringen das ITAS und das Fraunhofer ISE diese Fragen in den öffentlichen Raum – und sind beim Hochschulwettbewerb „Zeigt eure Forschung!“ zum Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“ ausgezeichnet worden – als eines von zehn Projekten von insgesamt 220 Einreichungen.
Kern des Projekts sind mobile Daten-Cafés, die im Sommer 2026 in Karlsruhe und Kaiserslautern aufgebaut werden. Besucherinnen und Besucher können dort ihre eigenen „digitalen Zwillinge“ gestalten und anhand konkreter Szenarien (z.B. „Soll ein digitaler Zwilling Angehörige über Demenz-Anzeichen informieren?“) Chancen und Risiken datenbasierter Medizin diskutieren. Entstehen soll eine Galerie individueller „Daten-Zwillinge“ und gesellschaftlicher Perspektiven auf datenbasierte Medizin.
Im Projekt verbinden Nora Weinberger und Dana Mahr ihre Forschung zu digitalen Patient:innenzwillingen mit Ansätzen der partizipativen Technikfolgenabschätzung. Jean Stadlbauer, der das Projekt leitet, und seine Kollegin Theresa D. Ahrens vom Fraunhofer IESE bringen ihre Expertise in Digital Health ein. (24.03.2026)
Weiterführende Informationen:
- Projektvorstellung auf der Seite des Hochschulwettbewerbs

