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technik.kontrovers 2017

technik.kontrovers 2017
Veranstaltungsart:

Themenabende

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Tagungsort:

Karlstraße 11, Karlsruhe

Datum:

2017

Visionen für die Gesellschaft von morgen

Montag, 27. März 2017, 18 Uhr
technik.kontrovers

Sollen wir uns von Wachstums- und Leistungsdenken verabschieden, um mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen? Könnten wir selbstbestimmter Leben, wenn uns Roboter und autonome Technik die Arbeit abnehmen? Helfen uns neue digitale Technologien dabei, künftig gemeinschaftlich neue Produkte herzustellen und zu entwickeln.

In der nächsten Ausgabe unserer Reihe technik.kontrovers nehmen Forscherinnen und Forscher des ITAS ihre Gäste mit auf eine Reise in die Zukunft. Ziele sind drei verschiedene Länder im Jahr 2038, die sich auf eigene Weise anhand positiver „Visionen für die Gesellschaft von morgen“ entwickelt haben.

Ältere Visionen zur Arbeitswelt wollten die Menschen von der kapitalistischen Verwertungslogik ihrer Arbeit befreien und es ihnen ermöglichen, von selbstbestimmten, selbstgewollten Tätigkeiten zu leben. Linda Nierling erläutert, dass mehr Zeit für Freunde, für Familie und für die eigenen Interessen vor dem Hintergrund einer ungebrochenen Wachstums- und Leistungsorientierung auch heute eine Vision für die Gestaltung einer „guten Gesellschaft“ sein kann. Allerdings erfordert sie neben einem großen gesellschaftlichen Wandel vor allem die Änderung individueller Handlungsstrategien und eigener Prioritäten.

Ist in der Öffentlichkeit von Automatisierungstechnologien die Rede, so meist in Verbindung mit der Angst vor steigender Arbeitslosigkeit. Philipp Frey zeigt jedoch eine mögliche Zukunft auf, in der Roboter und maschinelles Lernen die Menschen vom Mangel und vom Zwang zu fremdbestimmter Lohnarbeit befreien könnten. Avancierte Produktionsmittel wären die technologische Basis einer Gesellschaft, die durch radikale Arbeitszeitverkürzungen die freie Entwicklung des Individuums ermöglicht. So könnte an die Stelle der Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes die Freude über einen gesellschaftlichen Zustand treten, in dem wir weniger arbeiten und mehr genießen.

Im dritten Teil der Reise nimmt uns Christoph Schneider mit in eine Zukunft, in der das technische Wissen im Internet und in offenen und kollaborativen Organisationen wie z.B. FabLabs geteilt wird. Demokratische und dezentrale Prinzipien beherrschen hier die Wirtschaft. Dank der Vernetzung mit anderen und gemeinschaftlich genutzter Geräte könnte jeder technische Dinge und Nutzgegenstände selbst gestalten und produzieren. Gleichzeitig, so die Hoffnung vieler, die Open Source Technologien vorantreiben, würde diese Gesellschaft neue Formen der Innovation erlauben und ein rasantes Abenteuer der Veränderung bedeuten.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich mit uns über mögliche Zukunftsszenarien auszutauschen und freuen uns auf Ihr Kommen!


technik.kontrovers

Logo technik.kontrovers

In der Reihe „technik.kontrovers“ präsentiert das ITAS gesellschaftlich brisante Technikthemen, zu denen am Institut geforscht wird. Die vierteljährlich stattfindenden Veranstaltungen haben das Ziel, vernetzend, interaktiv und vielfältig vorzugehen. Die Forscherinnen und Forscher skizzieren mit kurzen Impulsen unterschiedliche Positionen zur gesellschaftlichen Dimension bestimmter Technikbereiche und suchen damit den unmittelbaren – und gerne auch kontroversen – Austausch mit der Öffentlichkeit.

Veranstaltungen aus den Jahren 2014/2015 - 2016 - 2017


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