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technik.kontrovers 2017

technik.kontrovers 2017
type of event:

Themenabende

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place:

Karlstraße 11, Karlsruhe

date:

2017

AUTO(NOM)MOBIL - Selbstfahrend oder selbst fahren?

Mittwoch, 28. Juni 2017, 18 Uhr
technik.kontrovers Plakat Autonommobil

Mit autonomem Fahren verbindet sich die Utopie einer Welt in der Mobilität für alle in gleichem Maße möglich ist: unabhängig von Alter oder Behinderung, mit weniger Staus, geringeren Belastungen für die Umwelt und dafür mit dem Versprechen von mehr Freizeit bei Fahrten, während derer wir uns entspannt zurücklehnen. Visionäre versprechen bereits für die nahe Zukunft eine autonom fahrende Welt. Startups und Automobilhersteller arbeiten auf Hochtouren daran sie Wirklichkeit werden zu lassen.

Doch stehen wir wirklich kurz vor dem Zeitalter eines flächendeckenden autonomen Straßenverkehrs? Kritische Stimmen bezweifeln, dass es je vollautomatisiertes Fahren für alle Verkehrssituationen geben wird. Auch die gesellschaftliche Wünschbarkeit und ethische Hemmnisse werden hinterfragt: Besonders im Autofahrerland Deutschland möchten viele sich – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht das Steuer aus der Hand nehmen lassen. Unser Verhältnis zum Automobil als Freiheitsmaschine und Statussymbol ist über viele Jahrzehnte gewachsen. Hinzu kommt: Genauso wenig wie unsere Gewohnheiten lassen sich Infrastrukturen von heute auf morgen verändern

Ob es die utopische Welt aus den Erzählungen der „autonomen Visionäre“ also jemals so geben wird, wie vorausgesagt, ist fraglich. Klar ist: In dem Thema steckt jede Menge Zündstoff.

Linda Brandl, Torsten Fleischer und Silke Zimmer-Merkle vom ITAS werden diese unterschiedlichen und kontroversen Positionen darstellen und mit Ihnen diskutieren. Sie sind gefragt: Selbstfahrend oder selbst fahren?



Visionen für die Gesellschaft von morgen

Montag, 27. März 2017, 18 Uhr
technik.kontrovers

Sollten wir uns von Wachstums- und Leistungsdenken verabschieden, um mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen zu können? Könnten wir selbstbestimmter Leben, wenn uns Roboter und autonome Technik die Arbeit abnähmen? Helfen uns neue digitale Technologien dabei, künftig gemeinschaftlich neue Produkte herzustellen und zu entwickeln? Um diese und weitere Fragen drehte sich die achte Ausgabe unserer Reihe technik.kontrovers, in der sich ForscherInnen im Austausch mit dem Publikum mit „Visionen für die Gesellschaft von morgen“ beschäftigten. Die ZuschauerInnen wurden hierzu auf eine Reise ins Jahr 2038 mitgenommen. Sie besuchten drei Länder deren BotschafterInnen, dargestellt von WissenschaftlerInnen des ITAS, sich die Zeit nahmen, dem Publikum von ihrer aus heutiger Sicht außergewöhnlichen Lebensweise zu berichten.

Den ersten Halt machte die Reise in der Republic of Making, in der Christoph Schneider das Publikum empfing. Die Digitalisierung wurde dort zur Blutader der Gesellschaft und ihre Erfolge werden gemeinschaftlich genutzt und entwickelt. Jedes Grundschulkind lernt hier bereits programmieren, was dazu führt, dass sich jeder seine Nutzgegenstände selbst gestalten und produzieren kann. Einen starken Kontrast dazu bildet Freiland. Botschafterin Linda Nierling stellt dessen Konzept von freier Zeit für freie Bürger vor. Den BewohnerInnen von Freiland ist es zum einen wichtig die ökologischen Grenzen zu respektieren, zum anderen möchten sie den hohen Leistungsdruck und den Stress der heutigen Gesellschaft für ihr eigenes Leben vermeiden. Daher ist die Produktion von Gütern wieder lokaler und weniger spezialisiert. Zudem fokussieren sich die BewohnerInnen auf das Wesentliche und entschleunigen dadurch ihr Leben. Der letzte Teil der Reise führte das Publikum nach Automatia. In Automatia, so erklärt dessen Botschafter Philipp Frey, haben die Menschen erkannt, dass sie mit Robotern nicht konkurrieren müssen, sondern diese nutzen können, um weniger zu arbeiten und dennoch ihre Bedürfnisse zu befriedigen. So wurde die wöchentliche Arbeitszeit verringert und der Mindesturlaub erhöht, damit die verbleibende menschliche Arbeitszeit besser aufgeteilt wird. Zudem bekommt dort jeder eine Grundsicherung von 1000€, damit auch Arbeitslose und Rentner unter menschenwürdigen Bedingungen leben können.

Im Anschluss an die Reise gaben die ZuschauerInnen ein Stimmungsbild für jede Vision ab: Ist die Zukunftsvision wünschenswert? Und ist die auch umsetzbar? Die Mehrheit des Publikums konnte sich ein Leben in Freiland vorstellen, während sie Automatia für am umsetzbarsten erachteten. In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass eine Kombination der einzelnen Visionen von vielen angestrebt wird. Falls Sie sich die Veranstaltung selbst anschauen und mehr über die Länder erfahren möchten, finden Sie hier sowie auf unserem YouTube Channel bald eine Video-Aufzeichnung. Wir bedanken uns beim Publikum und den ReferentInnen und freuen uns bereits auf die nächste Veranstaltung von technik.kontrovers.



technik.kontrovers

Logo technik.kontrovers

In der Reihe „technik.kontrovers“ präsentiert das ITAS gesellschaftlich brisante Technikthemen, zu denen am Institut geforscht wird. Die vierteljährlich stattfindenden Veranstaltungen haben das Ziel, vernetzend, interaktiv und vielfältig vorzugehen. Die Forscherinnen und Forscher skizzieren mit kurzen Impulsen unterschiedliche Positionen zur gesellschaftlichen Dimension bestimmter Technikbereiche und suchen damit den unmittelbaren – und gerne auch kontroversen – Austausch mit der Öffentlichkeit.

Veranstaltungen aus den Jahren 2014/2015 - 2016 - 2017


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