Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Forschungsgruppe „Sylvanus – Erhöhung der Resilienz und Vermeidung von Zielkonflikten bei Waldumwandlungen“ (SYL)

Die Verhinderung eines globalen Waldsterbens und Erhaltung eines gesunden und nachhaltigen Baumbestands stellt eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Eine der Anpassungsstrategien besteht darin, die Resilienz der Wälder zu erhöhen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Wir erforschen, wie die Resilienz bei Waldumwandlungen erhöht werden kann (z. B. Umwandlung von Monokulturen in Mischwälder, Wiederherstellung geschädigter Wälder, Reform der Forstverwaltung und Änderung der Artenzusammensetzung in städtischen Wäldern).

Wir betonen, dass die Waldumwandlung ein soziotechnischer und sozial-ökologischer Prozess ist und dass die Beteiligten in die Gestaltung der zukünftigen Wälder einbezogen werden sollten. Auf diese Weise kann ökologische und soziale Gerechtigkeit gewährleistet und der ökologische Fußabdruck von Forstprodukten reduziert werden.

Wälder erbringen vielfältige Ökosystemleistungen und die Sicherung oder Erhöhung der Multifunktionalität von Wäldern ist entscheidend für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Allerdings kann es zu erheblichen Zielkonflikten zwischen Ökosystemleistungen kommen, wenn die unterschiedlichen Ziele der Waldbewirtschaftung nicht kompatibel sind. Wir versuchen, die zeitlichen und räumlichen Muster dieser Zielkonflikte zu verstehen, indem wir Primärdaten, Metaanalysen und die Synthese von Informationen aus Datenbeständen (wie der Bundeswaldinventur) analysieren.

Wir beantworten grundlegende Forschungsfragen, um die zugrundeliegenden Prozesse (z. B. Photosynthese, Ressourcennutzungseffizienz, Hitzestressreduktion durch Stadtbäume usw.) zu verstehen, die hinter der Entstehung von Zielkonflikten stehen. Darüber hinaus werden wir Waldbesitzern, Praktikern und politischen Entscheidungsträgern Lösungen anbieten, um Konflikte zwischen Bewirtschaftungszielen bei der Umwandlung von Wäldern zur Erhöhung der Resilienz zu reduzieren.