Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Nutzung der Geothermie für eine klimaneutrale Wärmeversorgung am KIT (Campus Nord) – inter- und transdisziplinäres Co-Design eines Umsetzungskonzepts (GECKO)

Projektbeschreibung

Quelle: Eigene Darstellung, angelehnt an Wanner et al. 2017

Das Ziel des Projekts GECKO ist es, einen neuen Weg der Infrastrukturplanung für die Erzeugung und Nutzung regenerativer Energie am Beispiel der Geothermie zu erproben, der dem gesellschaftlichen Anspruch nach Transparenz und Mitbestimmung besser gerecht wird als das bisher häufig angewandte Vorgehen. Damit soll aufgezeigt werden, wie Infrastrukturprojekte, die zu einer klimaneutralen Energieversorgung beitragen, langfristig besser mit den Vorstellungen in der Gesellschaft in Einklang gebracht werden können. Es soll experimentell erarbeitet werden, wie in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen, Bürger*innen und Stakeholdern Kriterien und Szenarien für die Nutzung der Tiefengeothermie entwickelt und zielgerichtet angewendet werden können. Dies geschieht am Standort des KIT Campus Nord, der gekennzeichnet ist durch eine der größten bekannten Wärmeanomalien Deutschlands mit ca. 170°C in 3 km Tiefe. Aufbauend auf den Ergebnissen der inter- und transdisziplinären Forschung soll ein umsetzbares Konzept für die Nutzung der Tiefengeothermie zur klimaneutralen Wärmeversorgung einer der größten Forschungseinrichtungen in Europa entwickelt werden.

Das Vorhaben GECKO besteht aus drei Teilprojekten. Während das Cluster Geoenergie des KIT die natur- und ingenieurwissenschaftlichem Analysen durchführt, untersucht das ITAS zusammen mit dem Öko-Institut e.V. die sozialwissenschaftlichen Aspekte. Dazu werden auf lokaler Ebene Workshops mit Praxisakteuren und Experteninterviews durchgeführt, um Bewertungskriterien zu identifizieren und Szenarien für die Nutzung der Tiefengeothermie am Standort Campus Nord des KIT zu erarbeiten. Es können so Prioritäten gesetzt und Themen eingebracht werden, die in den klassischen wissenschaftlichen Ansätzen nicht vertreten sind. In das Aufgabengebiet des ITAS fallen dabei insbesondere die Vorbereitung und Durchführung der Workshops sowie die Identifizierung von Gelingensbedingungen für eine langfristig am Gemeinwohl orientierte Nutzung der Geothermie. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden wissenschaftlich ausgewertet und dem KIT und den an einer regenerativen Wärmeversorgung interessierten Kommunen sowie Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://gecko-geothermie.de.

Kontakt

Dr. Christine Rösch
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22704
E-Mail