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Technikfolgenabschätzungen zur Nanotechnologie

Technikfolgenabschätzungen zur Nanotechnologie
Projektteam:

Fleischer, Torsten (Projektleitung); Michael Decker; Christiane Hauser; Peter Hocke-Bergler; Jutta Jahnel; Stefanie Seitz; Ulrich Fiedeler

Starttermin:

2003

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Beschreibung des Projekts

Nanotechnologie hat sich seit ungefähr zehn Jahren als Thema wissenschaftlicher Forschung, forschungspolitischer Initiative und medialer Berichterstattung etabliert. Dabei verbirgt sich hinter dem Begriff weder im engeren Sinne eine spezifische Technik noch eine abgrenzbare Gruppe von Techniken. Vielmehr wird mit „Nanotechnologie“ eine breite Palette von in Bezug auf Gegenstand, mögliche Anwendungsbereiche und denkbare Realisierungszeiträume sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen und technischen Ansätzen bezeichnet. Dies macht auch die Kommunikation über Nanotechnologie(n) so komplex.

Die gegenwärtigen Arbeiten der ITAS-Projektgruppe 'Technikfolgenabschätzungen zur Nanotechnologie' konzentrieren sich auf die beiden Themenbereiche 'Technologievorausschau' sowie 'Nanotechnologie & Öffentlichkeit'. Im Rahmen von Technology Foresight werden methodisch kontrolliert wissenschaftlich-technische und gesellschaftliche Entwicklungstrends zu ausgewählten Nanotechniken (vor allem zu Nanomaterialien bzw. zu Nanotechniken für biologische und medizinische Anwendungen) sowie Zukunftsbilder zur Nanotechnologie erhoben und in ihren wechselseitigen Beziehungen ergründet. Dies kann im Einzelfall eine Analyse des Handelns spezifischer Akteure oder Akteursgruppen im Innovationsprozess einschließen. Im Mittelpunkt des zweiten Themenfeldes steht die Analyse der öffentlichen Wahrnehmung von und Kommunikation über Nanotechnologie.

Organisatorisch bündelt das Projekt sowohl die Forschungsarbeiten von ITAS, die im Rahmen der programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren (HGF) durchgeführt werden, wie auch ITAS-Arbeitspakete innerhalb von teilweise durch Drittmittel kofinanzierten Kooperationsvorhaben. Zu letzten zählen unter anderem das BMBF-Projekt NanoCare, in dessen Rahmen ITAS für die Durchführung und Auswertung von Fokusgruppen-Diskussionen mit Laien, Experten und Multiplikatoren zum Wissen über und Informationsbedarf zu synthetischen Nanopartikeln verantwortlich zeichnete, sowie das EU-Projekt CONTECS.

Darüber hinaus arbeitet die Gruppe zu grundlegenden Aspekten zur Technikfolgenabschätzung und zu ethischen Fragen in Bezug auf Nanotechnologie (u.a. Vision Assessment, Nanotechnologie als Teil von 'converging technologies') und zur Diskussion über und Wahrnehmung von Nanotechnologie in verschiedenen gesellschaftlichen Sphären. Hierzu wird gegenwärtig eine Experten-Delphi-Studie zu zukünftigen Entwicklungserwartungen an die Nanotechnologie und ausgewählte Anwendungsvisionen sowie dabei relevante Zeithorizonte durchgeführt.

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Phys. Torsten Fleischer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24571
E-Mail