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Nachhaltigkeit und Umwelt

Die wachsende Weltbevölkerung, der Trend zur Urbanisierung und der rasante Anstieg der Produktions- und Konsumaktivitäten sind wesentliche Ursachen für den steigenden Verbrauch begrenzter Ressourcen sowie für Beeinträchtigungen wichtiger Ökosystemdienstleistungen. Zusammen mit den Phänomenen Armut, Hunger, Massenarbeitslosigkeit oder extreme Ungleichverteilung von Einkommen sind dies Symptome einer in vielen Bereichen und Regionen nicht nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise. Um die erforderlichen, teilweise weit reichenden Veränderungen zur Realisierung einer nachhaltigen Entwicklung zu ermöglichen, bedarf es erheblicher politischer wie auch wissenschaftlicher Anstrengungen.

Der Forschungsbereich „Nachhaltige Entwicklung und Umwelt“ beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Analysen in Schlüsselbereichen der Umweltforschung wie Flächennutzung, Energiesysteme, Wasserver- und Abwasserentsorgung und Steigerung der Rohstoffproduktivität, mit der Erarbeitung angepasster Maßnahmen zur Bewältigung bestehender Probleme in diesen Bereichen sowie mit den Realisierungsbedingungen von unterschiedlichen Lösungsoptionen. Dabei werden die nachhaltigkeitsbezogenen Analysen unter Verwendung des Integrativen Konzepts nachhaltiger Entwicklung der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) durchgeführt, das federführend vom ITAS entwickelt worden ist und seither in verschiedensten Projekt- und Beratungskontexten national und international Anwendung findet. Basierend auf dem Postulat der inter- und intragenerativen Gerechtigkeit umfasst es ökologische, ökonomische, soziale und institutionelle Aspekte.

In den Forschungsarbeiten stehen Fragen der Nutzung von erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen im Kontext von Technologien, Produkten usw. sowie Strategien für mehr Nachhaltigkeit in diesem Bereich im Vordergrund. Daneben werden die Rolle der Kultur, des kulturellen Wandels und des Bildungssektors für den Umgang mit Naturgütern und für eine nachhaltige Entwicklung untersucht. Räumlicher Betrachtungsgegenstand sind städtische Agglomerationen wie auch ländliche Räume auf lokaler, regionaler, nationaler und auch globaler Ebene. Für die Durchführung der Arbeiten spielen der Einsatz und die Weiterentwicklung von Methoden und Instrumentarien eine wesentliche Rolle. Zur Anwendung kommen verschiedene quantitative (z. B. Prozesskettenanalysen, Simulationsmodellierungen, Life-Cycle Assessment) und qualitative Methoden (z. B. Delphi-Verfahren, Experteninterviews, Fokus-Gruppen, Stakeholder-Workshops). Besondere Bedeutung kommt der Szenario-Methode zu, um in angemessener Weise mit den Komplexitäten und Unsicherheiten bei Zukunftsbetrachtungen umgehen zu können. Die in Projektform organisierten Forschungsarbeiten finden in den beiden nachfolgend skizzierten Schwerpunkten statt.