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Animal Enhancement – Technische Verbesserung von Tieren

Animal Enhancement – Technische Verbesserung von Tieren
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektleitung); Arianna Ferrari; Christopher Coenen

Förderung:

Eidgenössische Ethikkommission für Biotechnologie im Ausserhumanbereich

Starttermin:

2009

Endtermin:

2010

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Beschreibung des Projekts

In der Studie geht es um die ethischen Aspekte von „Animal Enhancement“ im Zusammenhang mit den „Converging Technologies“. Ausgehend von der Debatte zum „Human Enhancement“ wird gefragt, ob, in welchen Bereichen und mit welchen Zielen die konvergierenden Technologien genutzt werden bzw. genutzt werden sollen, um Tiere zu „verbessern“.

 

Ausgangshypothese ist, dass Analogiebildungen von einem „Human Enhancement“ zum „Animal Enhancement“ nur begrenzt hilfreich sind. Während die Debatte um ein Human Enhancement stark von der Basisunterscheidung zwischen Heilen und Verbessern geprägt ist, ist diese Unterscheidung in der tatsächlichen Forschung an und Nutzung von Tieren weitgehend irrelevant. Dort ist vielfach die Idee der „Verbesserung“ kulturell verankert und meint in den meisten Fällen eine Verbesserung von Tieren für menschliche Nutzungen, z. B. durch Züchtung und Haltungsweisen.

 

Daher wird im Projekt eine Differenzierung nach menschlichen Nutzungen von Tieren vorgenommen, z.B. Tiere zur Nahrungsversorgung, Heimtiere, Tiere im Sport oder Tiere als Modelle für wissenschaftliche Experimente. In diesen Nutzungsbereichen wird recherchiert, in welchen Feldern der „Converging Technologies“ derzeit in Richtung auf „technische Verbesserungen“ oder Veränderungen von Tieren geforscht wird, wie weit diese Forschungen sind und mit welchen Zeitperspektiven welche Einsatzmöglichkeiten in der Praxis gesehen werden.

 

Auf der Basis dieser Recherchen und Abschätzungen wird dann eine „ethische Auslegeordnung“ im Hinblick auf die betroffenen Felder ethischer Reflexion (Bereichsethiken) erstellt, um anschließend Herausforderungen und Orientierungspunkte für die ethische Debatte zu gewinnen. Dabei zeichnet sich ab, dass wesentliche Fragen sich auch in wissenschaftstheoretischer und philosophischer Hinsicht stellen, z. B. als Frage nach Implikationen für das Mensch/Tier-Verhältnis, nach der Bedeutung von Tiermodellen und in Bezug auf Vergleiche zwischen Tieren und Robotern.

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Armin Grunwald
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22500
E-Mail