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NanoSafety

NanoSafety
Projektteam:

Fleischer, Torsten (Projektleitung); Jutta Jahnel; Stefanie Seitz

Förderung:

STOA (The Science Technology Options Assessment Panel of the European Parliament)

Starttermin:

2010

Endtermin:

2011

Projektpartner:

Institut für Technikfolgenabschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien)

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Projektbeschreibung

Das Projekt NanoSafety befasste sich mit möglichen Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheits- (engl. environmental, health and safety; EHS) Risiken von gezielt hergestellten, partikulären Nanomaterialien (engl. manufactured particulate nanomaterials; MPN). Aufgrund großer wissenschaftlicher Unsicherheiten bezüglich tatsächlicher Gesundheits- und Umwelteffekte sowie methodologischer Hürden bei der Etablierung von Risikoabschätzungsprozeduren (u.a. Toxikologie, Expositions- und Gefährdungsabschätzung sowie Charakterisierungs- und Messmethoden) steht das Risikomanagement von MPN vor enormen Herausforderungen. Dieses ist jedoch eine Grundvoraussetzung für Risiko-Governance nach dem Vorsorgeprinzip, die von diversen Stakeholdern und Teilen der Öffentlichkeit gefordert wird.

Die Anforderung von Risiko-Governance unter solch schwierigen Voraussetzungen führt zu der fundamentalen Frage, wie die Politik angesichts wissenschaftlicher Unsicherheit konkret handeln kann. Zu deren Beantwortung hat sich das Projekt auf zwei wichtige Aspekte konzentriert: Risikomanagementstrategien für MPN, die innerhalb der EU entweder vorgeschlagen wurden oder sich in Umsetzung befinden, sowie Probleme bei und Anforderungen an die Risikokommunikation von EHS-Risiken von MPN.

Dazu wurde im Projekt zum einen der Stand des Wissens zur Gefährdungsabschätzung von MPN erhoben sowie offene Forschungsprobleme der Risikoabschätzung von MPN benannt. Des Weiteren wurden aktuelle Vorhaben der Regulierung von EHS-Risiken von MPN auf europäischer Ebene sowie damit verbundene Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der definitorischen Voraussetzungen und der instrumentellen Umsetzung, diskutiert. Letzteres schließt auch die Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen sogenannter „weicher Regulierung“ ein. Zum dritten wurde der Frage nachgegangen, welche Erwartungen an die Risikokommunikation von MPN innerhalb der Bevölkerung vorzufinden sind. Dies wurde mit Hilfe eines diskursiven Verfahrens erhoben.

Die Ergebnisse wurden in mehreren Projektberichten an das STOA-Panel des Europäischen Parlamentes übermittelt. Am 21.11.2011 fand der Abschlußworkshop im Europäischen Parlament in Brüssel statt.

Der Abschlußbericht wurde 2012 durch STOA veröffentlicht:

Fleischer, T.; Jahnel, J.; Seitz, S.B.
NanoSafety - risk governance of manufactured nanoparticles. Final report. Brüssel: European Parliament, STOA 2012, Contract No. IP/A/STOA/FWC/2008-096/LOT5/C1/SC3

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Phys. Torsten Fleischer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24571
E-Mail