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ITAS-Kolloquium 2019

ITAS-Kolloquium 2019
Veranstaltungsart:

Vortragsreihe

Tagungsort:

ITAS, Karlstrasse 11, 76133 Karlsruhe, Raum 418

Datum:

2019

Montag, 27. Mai 2019, 14:00 Uhr

Prof. Dr. Hannes Hartenstein / KIT-TM

Montag, 29. April 2019, 14:00 Uhr

Prof. Dr. Christian Seidel / KIT-ITZ

Montag, 01. April 2019, 14:00 Uhr

Prof. Dr. Diego Compagna / Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften München

Montag, 11. März 2019, 14:00 Uhr

Prof. Dr. Klemens Böhm / KIT-IPD - Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation

„Fake News? Fake Explanations! Überlegungen zur Nachvollziehbarkeit algorithmischer Entscheidungen“

Algorithmen fällen zunehmend wichtige Entscheidungen, z. B. ob jemand einen Kredit bekommt, oder (in den USA) ob jemand ins Gefängnis muss.

Ein wichtiger Aspekt ist die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen bzw. die Interpretierbarkeit der zugrunde liegenden Modelle. Denn eine Annahme ist, dass wir uns besser behandelt/informierter fühlen, wenn wir z. B. gesagt bekommen, warum wir den Kredit nicht bekommen, als wenn wir als Kreditnehmer einfach nur abgewiesen werden ohne Begründung.

Es gibt in der Informatik-Literatur erste Bemühungen zusammenzutragen, was Interpretierbarkeit bedeuten könnte; diese Bemühungen sind aber noch nicht zielführend. In meinem Vortrag werde ich das besprechen, sagen, warum es nicht ausreicht, eigene Vorarbeiten in diesem Zusammenhang vorstellen und mögliche offene Forschungsfragen ansprechen.

Montag, 18. Februar 2019, 14:00 Uhr

Dr. Sybille Heidenreich / ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, Büro für Umweltstudien und Kultur Heidenreich

Das ökologische Auge. Landschaftsmalerei im Spiegel nachhaltiger Entwicklung

Viele Bilder aus der europäischen Landschaftsmalerei haben sich im kulturellen Gedächtnis festgesetzt. Sie prägen unser Bild einer lieblichen Landschaft, eines stimmungsvollen Fernblicks oder eines wilden Waldes bis heute.

Entsprechend empfindlich können Reaktionen sein, wenn hier Störungen auftreten, etwa durch die sichtbaren Zeichen der Industrialisierung und Rationalisierung. Die Geschichte der Malerei ist von daher auch eine Geschichte der Ansichten von der Natur und eine Geschichte der Umwelt. Methodisch liefert der literaturwissenschaftliche Ansatz des Ecocriticism eine Perspektive, aus der die Bilder mit dem „ökologischen Auge“ neu lesbar werden. Der Vortrag verfolgt diese Linie an Bildbeispielen von Roelant Savery, Caspar David Friedrich, Emile Meunier und Wassily Kandinsky.

Schon früh zeigen sich Spuren von Umweltentwicklungen, die heute zu massiven Problemen geworden sind. Und ebenso zeigen sich in den Bildern die Imaginationen einer unberührten Schönheit, die immer wieder aufleben können. Die Landschaft wird so Projektionsraum von Einstellungen, Ideen und Träumen. Und wie sich in der künstlerischen Verarbeitung der Bilder die jeweilige Einstellung zur Natur spiegelt, so lassen sich auch Folgerungen für den Umgang mit Technik ablesen.

Ging es den Künstlern lange um einen schöpferischen Wettstreit mit der Natur, so tritt in der Romantik das schaffende und deutende Subjekt gleichwertig in Korrespondenz zur Natur. Mit der Moderne dominieren auf allen Ebenen die menschliche Aktivität und Kreativität.

Heute entstehen „Energielandschaften“, etwa durch Windkraftanlagen oder Solarfelder, die die Landschaft erneut deutlich verändern. Was bedeutet das für die Natur und unser Bild von ihr?

Dienstag, 05. Februar 2019, 10:00 Uhr (Gastvortrag)

Prof. Javier José Toro Calderón, National University of Colombia / UNAL · Instituto de Estudios Ambientales - IDEA (Bogotá)

Colombian environment conflicts and rural development

In Colombia as in other places, there exist various divisions of territories, what usually implies a clash between the different actors in terms of how natural and social spaces should be managed. This gives way to social conflict relating controversies regarding the access, use, distribution, control availability, and quality of the resources provided by the natural environment, which is known as environmental conflict. In this presentation, different cases in which there have been environmental conflicts are introduced, as examples of the Colombian reality regarding these situations so that their principal characteristics and particularities can be identified.

Montag, 21. Januar 2019, 14:00 Uhr

Prof. Dr. Wolfgang Krohn / Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT), Universität Bielefeld

Das transdisziplinäre Projekt – Gestaltungsarbeit, Übertragbarkeit, Verallgemeinerung. Ein Diskussionsbeitrag

Transdisziplinäre Forschung ist überwiegend eingebunden in Projekte, die in einer vorgegebenen sozialen Umgebung eine konkrete Problemlösung erarbeiten. Der dafür einschlägige Code ist der von Gelingen und Misslingen. So zentral diese Orientierung am einzelnen Fall ist, so stellt sich aus wissenschaftlicher Perspektive die Frage, wie man von ihm zur Übertragung auf andere Fälle und zu einem verallgemeinerten Erkenntnisgewinn gelangen kann. Die im Vortrag entwickelte Thesen lautet, dass zwar der Standardweg der disziplinären Wissenschaften über Wiederholung und Variation die Wissensbasis zu analysieren und zu festigen, versperrt ist, dass jedoch Möglichkeiten bestehen, über Modifikation und Imitation von erfolgreichen Projekten Expertise zu gewinnen und in Kompetenznetzwerken verfügbar zu machen.

Dienstag, 15. Januar 2019, 11:00 Uhr (Gastvortrag)

Prof. Dr. Clark Miller / Center for Energy and Society, Arizona State University

Eradicating Poverty through Energy Innovation

Energy is a critical enabling technology for social and economic development. To advance beneficial sustainable development outcomes across a wide range of indicators, energy projects must be designed in ways that empower users to translate energy access into the creation of social and economic value. Similarly, energy projects must create the necessary organizational, financial, ownership, policy, and innovation infrastructures necessary to support the imagination, design, implementation, operation, repair, and scaling of energy systems and to ensure that the benefits, costs, and risks of energy innovation add up to positive and accelerating impacts over time for local communities. All of this requires careful and systematic attention to the socioeconomic and socio-technical design of energy technologies, projects, policies, and investments. This talk will provide an overview of a multi-level framework developed to provide integrated assessment and design of the socio-economic and socio-technical dimensions of energy access initiatives and provide illustrations of how this framework is currently being used to inform energy projects across numerous countries and contexts.

Montag, 14. Januar 2019, 14:00 Uhr (Gastvortrag)

Prof. Ralf Seppelt / Dept. Landschaftsökologie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ

The Art of Scientific Research – Or, how @twitter made us write a paper about science...

Humanity builds upon scientific findings but the credibility of science might be at risk in a ‚postfactual’ era of advanced information technologies.

In this presentation I’ll discuss the need to a systemic change for science, propose various avenues which could make us turn away from a simple growth paradigm and to refocus on quality, characterized by curiosity, surprise, discovery, and societal relevance.