Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Verbundprojekt ZuSkE: Die Zukunft der Sektorkopplung auf kommunaler Ebene – gemeinsam gestalten, bewerten und handeln

Projektbeschreibung

Die deutliche Reduktion des Energiebedarfs, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die verstärkte Sektorkopplung sind zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende und damit das Erreichen der Klimaziele aus dem Pariser Klimaschutzübereinkommen. Für diesen tiefgreifenden Umbau des Energiesystems hin zu einem klimafreundlichen Energiesystem sind Kommunen Schlüsselakteure. Durch ihre Vernetzung mit lokalen Akteuren können sie für die Umsetzung der Energiewende einen wichtigen Beitrag leisten. Dies betrifft auch und insbesondere eine verstärkte Sektorkopplung. Verfügbare Optionen und Technologien für eine Vernetzung der verschiedenen Sektoren Strom, Wärme, Kälte, Industrie und Mobilität sind allerdings vielfältig und komplex. Darüber hinaus sind bei der Kopplung von Sektoren verschiedene Akteure beteiligt, wie bspw. Stadtwerke, lokale Mobilitätsanbieter, Energie- und Baugenossenschaften, sonstige Unternehmen, Stadtverwaltung und auch Bürger*innen, die in einem gemeinsamen Vorgehen an der Transformation des Energiesystems arbeiten.

Das Verbundvorhaben ZuSkE zielt vor diesem Hintergrund zum einen darauf ab, kommunale Sektorkopplungsstrategien inter- und transdisziplinär zu entwickeln und zu bewerten. Zum anderen steht eine nutzerzentrierte, partizipative Entwicklung von Kommunikationstools für lokale Akteure im Zentrum des Vorhabens, die die Kommunen im Transformationsprozess (und darüber hinaus) unterstützen sollen. Das Projekt wird anhand von drei Beispiel-Kommunen unterschiedlicher Größe und regionaler Gegebenheit durchgeführt. Im Einzelnen sind dies Walldorf (Baden-Württemberg) mit ca. 16.000 Einwohnern, Freilassing (Bayern) mit ca. 16.000 Einwohnern und die Stadt Berlin mit ca. 3,75 Millionen Einwohnern. Ziel des Projektes ist es auch, eine Übertragbarkeit der Methodik und des Prozessdesigns auf andere Kommunen sicherzustellen.

ITAS koordiniert das Projektvorhaben und ist darüber hinaus mit folgenden Forschungsaktivitäten beteiligt:

  • Inter- und transdisziplinärer Zugang zur kommunalen Sektorkopplung: Workshopbasierte Bedarfs- und Szenarienentwicklung in den Kommunen, Identifikation von literaturbasierten Transformationspfaden und Handlungsoptionen für Sektorkopplungsstrategien
  • Good Governance für kommunale Sektorkopplungsstrategien: Erarbeitung einer „Landkarte“ für Sektorkopplungsstrategien sowie eines Rahmens für eine Good Governance zur kommunalen Sektorkopplung auf Basis teilnehmender Beobachtung während der Workshops, Literaturanalyse sowie Interviews zur Verifizierung und Vervollständigung der Ergebnisse
  • Reflexion und Transfer der Methoden und Ergebnisse: Identifikation von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den kommunalen Strategien, Reflexion der Methoden und Transferaktivitäten auf andere Kommunen, Entwicklung übergreifender Handlungsstrategien im Sinne einer Mehrebenen-Governance (Bund, Länder, Kommunen)

Kontakt

Lisa Schmieder
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-23007
E-Mail

Dr. Dirk Scheer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22994
E-Mail