Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Kopernikus: SynErgie Cluster VI: Modellregion Augsburg - Modelle der Organisationsentwicklung im Hinblick auf eine fluktuierende Energieversorgung

Projektbeschreibung

Die theoretischen und empirischen Fragestellungen der ersten Projektphase des SynErgie-Projekts im Rahmen der ITAS-Forschungen bezogen sich auf den Zusammenhang zwischen technischen und betrieblichen Maßnahmen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass sich die organisatorischen Maßnahmen in den Betrieben bisher im Bereich des „business as usual“ bewegen, das heißt, es wurden sehr wenige Organisationsprozesse unter Einbezug der Mitarbeiter festgestellt, obgleich die Unternehmen teilweise eine Schlüsselrolle in den entstandenen Energiemärkten einnehmen. Ähnliches gilt für die Ergebnisse der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende in der Modellregion Augsburg für die erste Forschungsphase. Hier wurde im Rahmen der Forschungen ebenfalls festgehalten, dass die Unternehmen für die regionale Entwicklung im Augsburger Raum im Hinblick auf die Energiewende zwar eine Schlüsselrolle einnehmen, dies jedoch kaum oder gar nicht nach innen – in die Unternehmen – abgebildet wird. Vor diesem Hintergrund wurden – gemeinsam mit Forschungswende – die übergeordneten Forschungsfragen für die Phase 2 entwickelt:

  • Wie und unter welchen Bedingungen der Energiewende lassen sich die organisatorischen Strukturen der Unternehmen abbilden und verändern?
  • Wie kann eine fluktuierende Energieversorgung nach innen organisiert werden? Wie kann der Zusammenhang von technischen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die betriebliche Organisation dargestellt und vor allem (mit)gestaltet werden?
  • Welcher Typus von unternehmerischer Organisation eignet sich, um hochflexible externe Anforderungen nach innen umzusetzen?

Diese Forschungsfragen werden im Projekt anhand von zwei Fallstudien (in unterschiedlichen Branchen) auf der Basis der Methode des Design Thinking bearbeitet, mit dem Ziel, das Wissen, die (Arbeits-)Erfahrungen, aber auch die Bereitschaft der Führungskräfte und der Mitarbeiter*innen in die Prozessgestaltung miteinzubeziehen. So fußt dieser Ansatz auf der Prämisse, dass partizipativ angelegte Prozessgestaltung innerhalb der Betriebe höchst innovativ sein kann und einen wichtigen Beitrag zur Initiierung von Transformationsprozessen in den Betrieben leisten sollte.

Die bisherigen Erkenntnisse des ITAS-Teams („Arbeit & Technik“) kommen zu dem Schluss, dass Modelle der „partizipativen Technik- und Unternehmensgestaltung“ immer relevanter werden, auch und besonders im Hinblick auf Visionen von Digitalisierungsprozessen in unterschiedlichen Arbeitskontexten.

Kontakt

Dr. Bettina-Johanna Krings
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26347
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