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Strategien der Individualisierung. Neue Konzepte und Befunde zur soziologischen Individualisierungsthese

Strategien der Individualisierung. Neue Konzepte und Befunde zur soziologischen Individualisierungsthese
Projektteam:

Krings, Bettina-Johanna (Dissertation)

Starttermin:

2011

Endtermin:

2015

Forschungsbereich:

Wissensgesellschaft und Wissenspolitik

Projektbeschreibung

Wie der Titel „Strategien der Individualisierung. Neue Konzepte und Befunde zur soziologischen Individualisierungsthese“ signalisiert, nimmt die Dissertation einen Perspektivwechsel auf Individualisierungsprozesse in modernen Gesellschaften vor. In Anlehnung an die Inhalte der deutschsprachigen soziologischen Debatte sowie in Übereinstimmung mit den wissenssoziologischen Arbeiten Niklas Luhmanns werden in der Studie die Prämissen übernommen, dass die Offenheit und die Komplexität moderner Gesellschaften die Menschen zunehmend dazu auffordert, Orientierungen in ihren biographischen Lebensläufen selbst herzustellen. Für individuelle Entscheidungsprozesse bedeutet dies allerdings, dass Menschen in modernen Gesellschaften mehr und mehr aufgefordert werden, soziale Rahmenbedingungen nach innen auszuloten. „Strategien der Individualisierung“ so die These, berufen sich hierbei auf vielfältige Methoden der Selbstbeobachtung und der Selbstbeschreibung, die im Rahmen der Lebensprozesse erst noch erlernt werden (müssen). So werden Prozesse der Individualisierung in der Studie als die Wahrnehmung eines kontinuierlichen Reflexionsprozess auf das eigene Denken, Fühlen und Handeln verstanden. Diese Wahrnehmung wird zunehmend wichtiger, um den vielfachen sozialen Anforderungen in einer komplexen Welt Genüge leisten zu können.

Auf der Basis einer empirischen Untersuchung wird diese These überprüft und nachvollzogen. Hierbei zeigt sich, dass vor allem in krisenhaften Lebensphasen der Umbrüche und Orientierungslosigkeit von Menschen diese Wahrnehmungsformen besonders wichtig werden, um einen eigenen Standpunkt ausfindig zu machen. So wird die Reflexivität auf die eigene Individualität zu einem wichtigen Moment im Geschehen, nicht nur im Hinblick auf die Aneignung sozialer Prozesse, sondern auch im Hinblick auf das Ausloten von (individuellen) Freiheitsräumen.

Administrative Daten

Referent: Prof. Birgit Blättel-Mink, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Ko-Referent: Prof. Dr. Tilla Siegel, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Doktoranden bei ITAS: siehe Promovieren am ITAS

Kontakt

Dr. Bettina-Johanna Krings
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26347
E-Mail