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INOPRO – Intelligente Orthetik und Prothetik

INOPRO – Intelligente Orthetik und Prothetik
Projektteam:

Coenen, Christopher (Projektleitung); Daniel Frank (Projektkoordination), Silvia Woll, Martina Baumann

Förderung:

BMBF

Starttermin:

2016

Endtermin:

2021

Projektpartner:

Otto Bock HealthCare GmbH; Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Universitätsmedizin Göttingen; Makea Industries GmbH; Eckerle Industrie-Elektronik GmbH; Plettenberg Elektromotoren GmbH & Co. KG; Sanitätshaus Bielefeld GmbH; CorTec GmbH; sowie innerhalb des KIT: Institut für Anthropomatik und Robotik (Hochperformante Humanoide Technologien, H²T)

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Projektbeschreibung

INOPRO ist eines von zwei Innovationsclustern des BMBF zur interaktiven Medizintechnik, in dem Partner aus der Industrie, der Wissenschaft sowie aus kleinen und mittelständischen Unternehmen gemeinsam an der Entwicklung intelligenter Prothesen, Orthesen, interaktiven Mikroimplantaten und anderen innovativen Medizinprodukte arbeiten.

INOPRO zielt dabei auf die Exploration und Entwicklung intelligenter Prothesen und Orthesen, sowie der dazugehörigen Mensch-Maschine-Schnittstellen, um durch eine verbesserte Anpassung dieser technischen Systeme an den Menschen zur maßgeblichen Verbesserung der Lebensqualität ihrer Träger beizutragen. Hierfür sollen die entwickelten Systeme in der Lage sein, sich selbstständig an das Verhalten des Trägers und die Umgebung anzupassen. Darüber hinaus soll eine einfachere und intuitivere Steuerung, gepaart mit sensorischem Feedback und der Kompensation verloren gegangener Fähigkeiten durch aktive Unterstützung, die Grundlage legen für mehr Sicherheit und Vertrauen. Die Umsetzung in leichten, komfortablen und geräuscharmen Systemen mit unauffälligem, anthropomorphem und ansprechendem Aussehen soll eine weitere Annäherung an die natürlichen Vorbilder der unteren und oberen Extremitäten gewährleisten.

Im INOPRO-Verbund verfolgt das ITAS ein Teilvorhaben („ELSI intelligenter Orthetik und Prothetik“) in Form eines eigenständigen, direkt an die Projektkoordination angebundenen und mit den verschiedenen Teilprojekten kooperierenden Querschnittsarbeitspakets. Zu einer engen Zusammenarbeit kommt es dabei auch mit einem Teilvorhaben, das vom Lab Hochperformante Humanoide Technologien (H2T) am Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR) des KIT geleitet wird. Das Teilvorhaben des ITAS dient vorrangig der Identifikation, Analyse und praktischen Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Implikationen (ELSI) der im Projekt geleisteten Forschung und Entwicklung. Neben Fragen der angewandten Ethik bezüglich des Individuums und der Gesellschaft (wie etwa Fragen der Verteilungs- und Versorgungsgerechtigkeit) betrifft das Teilvorhaben weitere Aspekte verantwortungsvoller Forschung und Innovation sowie der Technikfolgenabschätzung, wie z.B. sozioökonomische, Nutzerakzeptanz- und kulturelle Aspekte. Von Bedeutung sind hier individuelle Körper(selbst)wahrnehmungen, Praktiken der lebensweltlichen Einbindung des Prothesengebrauchs sowie gesellschaftliche Wahrnehmungen von Prothesen und von körperlichen Einschränkungen. Im Sinne eines umfassenden Verständnisses von ELSI werden hinsichtlich der Themen des Gesamtprojekts Ergebnisse aus einer ganzen Reihe von Forschungsfeldern und Disziplinen berücksichtigt, z.B. aus der angewandten Technik- und Medizinethik, dem Recht, den Rehabilitationswissenschaften, den Disability Studies, dem ‚health technology assessment‘ und verschiedenen sozial- und kulturwissenschaftlichen und politikorientierten Forschungsfeldern.

Kontakt

Dipl.-Pol. Christopher Coenen
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24559
E-Mail