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Europäisches Projekt zu Crowdwork

Forschende des ITAS untersuchen die Auswirkungen neuer digitaler Arbeitsformen. In einem europäischen Forschungsprojekt analysieren sie, wie sich Crowdwork derzeit ausgestaltet und wie sich Arbeitsbedingungen im Feld der „Crowdwork“ verbessern lassen.
Crowdwork Logo
Projekt Crowd Work
Mobil und oft auf sich allein gestellt: die Arbeit in der digitalen Crowd. (Bild: Engin Akyurt/Pexels)

Wie können die Interessen von Arbeiterinnen und Arbeitern auch in der digitalen Arbeitswelt gewahrt bleiben? Mit der Frage beschäftigt sich das europäische Projekt „Crowd Work – Finding new strategies to organise in Europe“.

Im Fokus steht das wachsende Phänomen des sogenannten Crowdworking. Dabei vermitteln Online-Plattformen Aufträge an Crowdworkerinnen und Crowdworker, die sich zuvor dort registriert haben. Die Bandbreite reicht dabei von der Essensauslieferung und Fahrdiensten über einfache Click-Jobs bis hin zu Aufträgen für Texte oder Grafikdesign. In der öffentlichen Debatte werden die oft prekären Arbeitsbedingungen zunehmend kritisch diskutiert. Vor diesem Hintergrund ist in den letzten Jahren ein starkes Interesse von Gewerkschaften und Politik entstanden. Zunehmend gibt es auch selbstorganisierte Protestkampagnen.

Interessenvertretung von Crowdworkerinnen und Crowdworkern

Hier setzt das Forschungsprojekt an und fragt, welche Formen von Crowdwork bestehen und welche Strategien bereits jetzt von Crowdworkern und Crowdworkerinnen sowie Gewerkschaften verfolgt werden und welche Politikempfehlungen sich daraus ableiten lassen. Ziel ist ein Vergleich zwischen den Strategien in Portugal, Spanien, Ungarn und Deutschland, um so einen transnationalen Wissenstransfer zu fördern und die Thematik als europäische Herausforderung zu diskutieren. Dazu arbeiten Institute aus den vier europäischen Ländern als Forschungskonsortium zusammen.

Digitale Arbeit als Europäische Herausforderung

Das ITAS erstellt in enger Abstimmung mit den europäischen Projektpartnern Fallstudien zur Situation der Crowdworkerinnen und Crowdworker in Deutschland. In diesen Prozess werden die wesentlichen Akteure, wie Gewerkschaften und Initiativen, einbezogen. Das zweijährige Projekt läuft bis Mitte 2021 und wird von der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission gefördert. (06.12.2019)

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