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Navigationshilfe für Blinde und Sehgeschädigte

Mehr Teilhabe durch digitale Technik – dieses Ziel verfolgt das BMBF-Projekt TERRAIN mit neuen Mensch-Maschine-Schnittstellen. Forscherinnen und Forscher des ITAS beschäftigen sich unter anderem mit der gesellschaftlichen Akzeptanz der Technologie.
Das Projekt TERRAIN will mit einem tragbaren elektronischen Assistenzsystem den Bewegungsspielraum Sehgeschädigter deutlich erweitern. (Bild: KIT)
Das Projekt TERRAIN will mit einem tragbaren elektronischen Assistenzsystem den Bewegungsspielraum Sehgeschädigter deutlich erweitern. (Bild: KIT)

Sich selbstständig in urbanen und verkehrsreichen Lebensräumen zu bewegen, ist für blinde und sehgeschädigte Menschen oft schwierig und riskant. Ihnen einen individuellen Lebensstil und gesundheitsfördernde Mobilität zu ermöglichen, ist das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhabens TERRAIN („Selbständige Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen im urbanen Raum durch audio-taktile Navigation“). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickeln dabei zusammen mit zwei Unternehmen Mensch-Maschine-Schnittstellen, die sich individuell an die Symptomatik der jeweiligen Nutzer anpassen lassen. Neben einem hohen Bedienkomfort liegt das Augenmerk auch darauf, stigmatisierende Effekte für die Betroffenen auszuschließen.

Die Aufgaben des ITAS stehen dabei unter dem Motto der „Nutzereinbindung“ in den Projektprozess. Nutzerstudien und eine Anforderungsanalyse bilden die Grundlage, um eine am Endanwender orientierte Technikentwicklung zu ermöglichen und so eine Technik zu realisieren, die tatsächlich eine Unterstützung für blinde und sehbehinderte Menschen darstellt. Zur entwicklungsbegleitenden Technikfolgenabschätzung trägt auch ein vom ITAS koordinierter inter- und transdisziplinärer Expertenbeirat bei, der technische, ökonomische, ethische, soziale und rechtliche Fragestellungen beantwortet. Darüber hinaus richten die Forscherinnen und Forscher den Blick auf mögliche gesellschaftliche Folgen der Technik und ihre Akzeptanz im öffentlichen Raum. Bürgerinnen und Bürger als von der Technik betroffene werden in einem Workshop zu ihren Bewertungen und Wahrnehmungen der technischen Assistenz befragt. (18.08.2016)

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