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Neues Projekt zur Beurteilung des künftigen EU-Energiesystems

Wie können relevante Technologien und Flexibilitätsoptionen in das europäische Energiesystem integriert werden? Ziel des REFLEX-Projekts sind die Modellierung und Analyse der Energiewende und ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.
Regenerative Energiequellen wie Biomasse als Herausforderung für das Energiesystem
Das schwankende Angebot erneuerbarer Energien wie Biomasse stellt eine große Herausforderung für das künftige Energiesystem dar. (Bild: loraks / shutterstock)
REFLEX Projektteam
Das REFLEX-Team mit Forscherinnen und Forschern aus Polen, Schweden, der Schweiz, Italien, den Niederlanden und Deutschland. (Bild: REFLEX)

Das schwankende Angebot erneuerbarer Energien wie Solarenergie und Biomasse stellt eine große Herausforderung für das künftige Energiesystem dar. Die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Lösungen, das optimale Portfolio an Flexibilitätsoptionen und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sind jedoch noch weitgehend unbekannt. Zentrales Ziel des neuen REFLEX-Projekts ist es daher, die Entwicklung hin zu einem kohlenstoffarmen Energiesystem mit Hilfe dieser Flexibilitätsoptionen zu analysieren und zu bewerten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrieren sich dabei auf den Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) der Europäischen Union, der die Entwicklung und Anwendung von kohlenstoffarmen Technologien beschleunigen soll.

In modellgestützten Analysen werden die Auswirkungen aktueller und zukünftiger Energietechnologien und Energiepolitik sowie deren Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft vollständig erfasst – unter Berücksichtigung technischer Fortschritte im Bereich kohlenstoffarmer und Flexibilitätstechnologien. Durch die Endogenisierung des technologischen Lernens können die Auswirkungen der Politikmaßnahmen auf realisierbare künftige Kosteneinsparungen besser beurteilt und eingeschätzt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird im REFLEX-Projekt die umfangreiche Expertise anerkannter europäischer Expertinnen und Experten aus sechs Ländern gebündelt. Jeder der Partner konzentriert sich auf eines der folgenden Forschungsfelder: Techno-ökonomisches Analysen, grundlegende Energiesystemmodellierung sowie Sozial- und Ökobilanzierung.

Das ITAS übernimmt neben der Entwicklung einer Rahmenmethodik für die Auswirkungen künftiger Energiesysteme auf Gesellschaft und Umwelt auch die Konsolidierung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Ziele der Nachhaltigkeit. (11.08.2016)

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