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Synthetische Biologie – Konferenz und Festival in Amsterdam

Im Gegensatz zur klassischen Gentechnik eröffnet die Synthetische Biologie weitergehende Möglichkeiten Organismen um- oder neuzugestalten. Die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragestellungen sind am 24. und 25. Juni 2016 Thema des SYNENERGENE Forums.
SYNENERGENE Forum „Synthetic Biology – Visions of the Future” 24. bis 25. Juni 2016

Mit der Synthetischen Biologie streben Forschende und Unternehmen nach wirksameren Methoden natürliche Organismen umzugestalten und komplett neue biologische Systeme herzustellen. Die Anwendungen reichen von der Nutzung von Mikroorganismen zur nachhaltigeren Produktion von Treibstoffe über neue Therapieformen mittels eigens entworfener Bakterien bis hin zur Schaffung neuer künstlicher Lebensformen.

Vieles ist bisher noch Grundlagenforschung, doch die potenziell weitreichenden Veränderungen werfen bereits jetzt Fragen nach der zukünftigen Entwicklung des Forschungsfelds auf:

  • Welche Chancen eröffnet die Synthetische Biologie mit Blick auf die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen und wie realistisch sind entsprechende Erwartungen?
  • Welche möglichen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft können sich aus ihren Anwendungen ergeben?
  • Wie lässt sich ihre Zukunft verantwortlich gestalten?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des SYNENERGENE Forums, das vom 24. bis 25. Juni 2016 unter dem Motto „Synthetic Biology – Visions of the Future” in Amsterdam stattfindet. Während sich der erste Tag als Konferenz mit Vorträgen und Diskussionsrunden in erster Linie an Experten und Stakeholder richtet, öffnet der zweite mit Festivalcharakter das Thema für die breitere Öffentlichkeit. Das Forum wird organisiert von SYNENERGENE, einem EU-geförderten und durch ITAS koordinierten „Mobilisation and Mutual Learning Action Plan“ mit dem Ziel, Ansätze für eine verantwortungsvolle Forschung und Entwicklung („Responsible Research and Innovation“) auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie zu entwickeln und zu erproben. Die Erfahrungen und Ergebnisse des seit 2013 laufenden Projekts werden im Rahmen des Forums vorgestellt.

Dazu gehören unter anderem:

  • Zukunftsvisionen der Synthetischen Biologie aus Wissenschaft, Industrie und Kunst,
  • Diskussion von Sicherheitsfragen, Risikobewertung und Forschungsförderung,
  • Vorschläge zur zukünftigen Entwicklung von Forschung und Anwendung,
  • Diskussion des Beitrags der Synthetischen Biologie zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, u.a. mit Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftlern und Biohackern,
  • ein Science Café zu neuartigen Impfstoffen, theatrale Debatten und ein Kurzfilmprogramm mit künstlerischen Visionen zur Synthetischen Biologie.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. (11.05.2016)

Weitere Informationen: