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Das Quartier Zukunft geht in Karlsruhe in die Umsetzungsphase [12.02.2014]

Oliver Parodi

Das Projekt will Impulse setzen, um die Oststadt von Karlsruhe in einem langfristig angelegten, behutsamen Prozess weiter Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln. Dabei sollen Strukturen aufgebaut werden, die diese Entwicklung auch nach der offiziellen Projektlaufzeit weitertragen. Entscheidend für das Quartier Zukunft ist das aktive Einbeziehen der Oststädterinnen und Oststädter.

Die Karlsruher Oststadt bietet ideale Voraussetzungen für die Umsetzung der Projektziele: Die Vielfalt des Stadtgebietes in sozio-kultureller, funktionaler und städtebaulicher Hinsicht, die enge und seit vielen Jahren bestehende Vernetzung zwischen den Akteuren vor Ort, die Offenheit der Bewohnerinnen und Bewohner und die Nähe zum KIT bieten einen sehr guten Nährboden für eine neue, nachhaltige Stadtentwicklung. Die guten Erfolgschancen sind ihrerseits Voraussetzung dafür, dass das Quartier Zukunft zum Vorbild für andere Karlsruher Stadtteile wird und darüber hinaus auch für andere, insbesondere europäische Städte. Das Projektgebiet wurde auf Basis einer intensiven wissenschaftlichen Analyse ausgewählt.

Mit dem Quartier Zukunft verbunden ist auch das Anliegen, Wissenschaft näher an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen – und umgekehrt. Im Februar 2014 wird das Projektteam in einer Bürgerversammlung über das Quartier Zukunft informieren. Bürgerinnen und Bürger können Fragen stellen und ihre Ideen und Aktivitäten einbringen.

2014 sollen dann auch die ersten Projekte in der Oststadt beginnen. Angegangen werden können beispielsweise Aktivitäten zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Gesundheit, Bildung, Energieversorgung und Vorhaben wie selbstbestimmtes Wohnen im Alter, Nachbarschaftsküchen, ein Bio- und Regio-Abendmarkt für Berufstätige, ein Wissenschaftsladen, Fahrradschnellstraßen, Mehrgenerationenwohnen, sensorische Gehwege und Fahrbahn-Beläge, eine Nachnutzungszentrale für Leerstand und Straßenbibliotheken. Einzelne Projekte können auch in Gebieten, die an die Oststadt angrenzen, verortet sein.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

In den vergangenen Monaten fanden bereits erste Gespräche mit lokalen Akteuren der Oststadt aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport statt. Weitere werden folgen. Ende November 2013 erhielten die rund 7.000 Haushalte der Oststadt einen Informationsbrief, der das Vorhaben erläutert und die Auftaktveranstaltungsreihe im Winter 2013 und Frühjahr 2014 vorstellt: Der Austausch zwischen dem Projektteam und den Bürgerinnen und Bürgern der Karlsruher Oststadt steht dabei bei allen Veranstaltungen im Vordergrund.

Das Quartier-Zukunft-Team stellte am 9. Februar 2014 das Vorhaben in einer Bürgerversammlung vor und stand für Fragen, Kritik und Anregungen bereit. In Workshops konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für ein nachhaltiges Stadtleben einbringen. In einem Biete-Suche-Markt wurden mögliche Kooperationen ausgelotet. Ein kulturelles Programm begleitete die Auftaktwerkstatt.

Kommende Veranstaltung:

Staffelgespräch: Welche Mobilität wollen wir für die Oststadt der Zukunft?

Donnerstag, 20. März 2014, 18 bis 20 Uhr
alina café, Alter Schlachthof 39, 76131 Karlsruhe

Unterhaltsame Runde zum Austausch von Perspektiven und Visionen: von wissenschaftlich bis persönlich über zukünftige urbane Mobilität mit Eingeladenen und Engagierten aus der Region.

Weiterführende Informationen: