Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

KoOpRegioN – Kommunale Kooperationsoptionen für die nachhaltige Flächennutzung in der Region Nordschwarzwald

  • Projektteam:

    Winkelmann, Markus (Projektleitung); Gerhard Sardemann, Jürgen Kopfmülller

  • Förderung:

    BMBF, Programm Stadt-Land-Plus

  • Starttermin:

    2020

  • Endtermin:

    2023

  • Projektpartner:

    Regionalverband Nordschwarzwald (RV NSW); EIFER, Europäisches Institut für Energieforschung; ZIRIUS, Universität Stuttgart; MWO – Markt- und Organisationsforschung, Würzburg; Stadt Pforzheim; IHK Nordschwarzwald; Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH

  • Forschungsgruppe:

    Nachhaltige Bioökonomie

Projektbeschreibung

Schema
Quelle: ITAS

Hauptziel des Projekts ist die Analyse und Verbesserung der Stadt-Land-Umland-Beziehungen am Beispiel der Region Nordschwarzwald. Dies geschieht durch einen partizipativen Prozess, der einen Umdenkprozess bei Kommunen anregt und wissenschaftlich begleitet. Es wird untersucht, welche Verbesserungspotenziale es für eine nachhaltigere Nutzung von Siedlungsflächen durch interkommunale Kooperation gibt und wie diese realisiert werden können. Durch das Aufzeigen, wie städtische, Umlands- und ländliche Kommunen von einer möglichen Zusammenarbeit und einer nachhaltigeren Landnutzung in der Region profitieren können, soll die Motivation von Kommunen zur interkommunalen Kooperation verbessert werden. Dazu werden im Projekt Maßnahmen und Instrumente der interkommunalen Kooperation und des nachhaltigen Flächenmanagements identifiziert und integriert (Arbeitspaket AP2). Des Weiteren werden regionale Akteurs- und Konfliktkonstellationen sowie Handlungsnotwendigkeiten gegenübergestellt (AP1), sowie relevante Akteure zur Diskussion über neue Handlungsoptionen und neue gemeinsame Zielrichtungen motiviert (AP3). Hierfür wird ein Set von Nachhaltigkeitsindikatoren zur Bewertung von Handlungsoptionen entwickelt und angewandt (AP4). Zur weiteren Strategieentwicklung werden besonders relevante Maßnahmenbündel herausgearbeitet (AP5), die partizipativ in verschiedenen Szenarien durchgespielt werden (AP6). Damit soll gezeigt werden, ob eine nachhaltigere Flächennutzung in der Region möglich ist und welche Bedeutung die Maßnahmen für die an einer ausgewählten Flächennutzung beteiligten Akteure und die beteiligten Kommunen im Stadt-Umland-Land-Gefüge haben. Ziel dieses Prozesses ist es, Akteure in der Region zu gewinnen, die mit den aufgezeigten interkommunalen Maßnahmenbündeln Strategien zum nachhaltigeren Flächenmanagement mithilfe interkommunaler Zusammenarbeit formulieren (AP7a). Diese werden dann in Form von Pilotprojekten umgesetzt werden (AP7b).

Rolle des ITAS (AP4)

Basierend auf existierenden, einschlägigen Nachhaltigkeitsindikatoren wird in diesem AP eine Bewertung der Ausgangslage in den Kommunen hinsichtlich der für die Flächeninanspruchnahme relevanten Gegebenheiten vorgenommen. Zu diesem Zweck wird das Integrative Konzept nachhaltiger Entwicklung (IKONE) zur Entwicklung eines Instrumentariums herangezogen.

Das ITAS ist konkret für folgende Aktivitäten verantwortlich:

  • Entwicklung eines Instrumentariums, mit dem die gegenwärtige Flächennutzung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten untersucht und Orientierung gegeben werden kann, wie künftig lokale, regionale und auch globale Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können.
  • Analyse der Ausgangslage in den Kommunen hinsichtlich der für die Flächeninanspruchnahme relevanten geografischen, sozioökonomischen und ökologischen Gegebenheiten.
  • Erarbeitung eines Sets von Indikatoren, mit deren Hilfe die derzeitigen, durch die Flächennutzung verursachten Probleme und die Defizite im Handeln der Stakeholder beurteilt werden können. Diese werden aus dem umfangreichen Satz zur Verfügung stehender Indikatoren, thematisch einschlägiger Standards (z.B. ISO-Norm), unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit von Daten und unter Einbeziehung von vorliegenden Nutzungskriterien extrahiert. Das Integrative Konzept nachhaltiger Entwicklung der Helmholtz-Gemeinschaft (IKONE) liefert den Orientierungsrahmen bei der hierzu nötigen umfassenden Bestandsaufnahme.
  • Ausgehend von dem dabei erarbeiteten Indikatorensatz und dem mit seiner Hilfe beschriebenen status quo soll dann auch die Wirkung von in AP2 vorgeschlagenen und in AP3 fachlich beurteilten Maßnahmen und Maßnahmenbündeln untersucht und beurteilt werden (AP7b).

Kontakt

Markus Winkelmann, M.A.
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-26098
E-Mail